Gezielte Maßnahmen können Barrieren beseitigen

Wolfgang Hillrichs von der Wohnberatung der Stadt Burgwedel berät umfassend über barrierefreies Wohnen im Alter. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Stadt Burgwedel informiert über barrierefreies Wohnen

GROSSBURGWEDEL (bgp). „Es ist sinnvoll, sich schon früh mit barrierefreiem Wohnen auseinanderzusetzen“ betonte Wolfgang Hillrichs, Wohnberater der Stadt Burgwedel, in seiner Informationsveranstaltung „Altersgerechter Wohnungsumbau“ in der Seniorenbegegnungsstätte. Schnell wurde deutlich, dass auch jüngere Menschen plötzlich auf barrierefreien Wohnraum angewiesen sein können, wenn jemand durch einen Unfall oder Schlaganfall einen Rollstuhl benötigt. Seine Erfahrung habe ihm gezeigt, dass die Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl bzw. mit einem Rollator vergleichbar sind mit denen, die einen Kinderwagen schieben.
Die zentrale Fragestellung insbesondere für das Wohnen im Alter sei jedoch: „Wie möchte ich leben und wie lässt sich das umsetzen?“ Hilfestellung dazu leistet Wolfgang Hillrichs, der seit Jahren Menschen bei der Verbesserung der Wohnsituation oder der Wahl der Wohnform berät und bei der Umsetzung unterstützt. Insbesondere, wenn Umbaumaßnahmen im vorhandenen Wohnraum nötig sind oder ein Neubau erstellt wird, steht er mit Rat und Tat zur Seite. „Es gibt viele Formen des Wohnens im Alter, die meisten Menschen möchten jedoch in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und wenn möglich auch in ihrer vertrauten Wohnung.“ Dies sei laut Hillrichs in der Regel nicht schwer, wenn die älteren Menschen über nötige finanzielle Mittel und entsprechend großen Wohnraum verfügten. Kritischer werde es jedoch, wenn nur wenig Geld vorhanden und die Wohnung sehr klein sei. Der Wohnberater informierte dazu, wie es schon mit kleineren Maßnahmen möglich ist, den Alltag sicherer zu gestalten und ggf. finanzielle Förderung für Hilfsmittel zu bekommen.
Oft reiche es schon, in den Räumen Haltegriffe anzubringen oder Möbel mit einer Erhöhung auszustatten, um den Menschen das Leben zu erleichtern. Im Flur und im Wohnbereich sei es sinnvoll, lose Teppiche und Kabel zu entfernen, die als mögliche „Stolperfallen“ gelten. In der Regel kämen die Menschen in ihrem gewohnten Umfeld gut zurecht, wenn alles an seinem Platz ist. In unerwarteten Situationen, etwa wenn jemand klingelt und rasch die Tür geöffnet werden soll, könne ein hoch stehender Teppichrand jedoch schnell zum gravierenden Unfallrisiko werden. Hier setzt das Konzept von Hillrichs an, denn durch umfassende Beratung sollen Risiken minimiert werden, um schon im Vorfeld zu vermeiden, dass Unfälle passieren.
Menschen, die sich über mögliche Verbesserungen in ihrem Wohnumfeld informieren wollen, können sich an die Wohnberatung der Stadt wenden und einen Termin mit Wolfgang Hillrichs vereinbaren. Dieser schaut sich in der Regel die Wohnung oder das Haus vor Ort an und überprüft es auf die Alltagstauglichkeit für ältere Menschen. Er berät über Umbaumaßnahmen, wie einen Badumbau oder einen stufenlosen Eingang. Mögliche Veränderungen wären auch bequemere Möbel oder sichere Fußbodenbeläge. Bei der Besichtigung wird auch darüber gesprochen, wie und wo technische Hilfsmittel, etwa ein Badewannenlifter oder Haltegriffe, angebracht werden können. Die Wohnberatung umfasst bei Bedarf auch Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten und Hilfe zur Antragstellung bei Kostenträgern. Wolfgang Hillrichs begleitet auch die Umbaumaßnahmen, wenn dieses gewünscht wird. Lösungsvorschläge werden gemeinsam erarbeitet, um individuellen Bedürfnissen in möglichst hohem Maße gerecht werden zu können. Sollten die betroffenen Menschen trotz allem nicht in ihrer Wohnung bleiben können oder wollen, erhalten sie bei der Wohnberatung Unterstützung bei der Suche nach Wohnalternativen vor Ort.
Interessierte können sich wenden an: Wolfgang Hillrichs, Wohnberatung im Rathaus der Stadt Burgwedel, Fuhrberger Str. 4, 30938 Burgwedel, Tel. 0 5139/8973-513. E-Mail: w.hillrichs@burgwedel.de.