„Gezeiten der Gefühle“ - ein Benefizkonzert

Wegen der großen Nachfrage hat sich Sylvia Elkarra zu einem Folgekonzert entschlossen, das für das nächste Jahr geplant ist. (Foto: Renate Tiffe)

Sylvia Elkarra sang zugunsten der Schmerztherapie im Krankenhaus

GROSSBURGWEDEL (ti). Schon einmal ist Sylvia Elkarra mit einem großen Konzert an die Öffentlichkeit getreten. Das ist lange her. Inzwischen hat sie ihre musikalische Ausbildung vervollkommnet. Jetzt lud sie zu einem Benefizkonzert zugunsten der Schmerztherapie im Krankenhaus ein. „Gezeiten der Gefühle“ nannte sie ihr Programm mit Liedern quer durch die musikalischen Kunstrichtungen. Es war die Gesamtkonzeption des – frühen – Abends, welche das Publikum bezauberte. Die 180 Plätze im „Amtshof“ waren schon lange vor dem Termin ausverkauft.
Auf der Bühne hinter dem Flügel eine Dekoration aus aufgespannten weißen Schirmen, auf der anderen Seite eine Leinwand auf der zu jedem Lied ein stimmungsvolles Foto die Phantasie leitete. Vor diesem Bild entfaltete sich das Gesangsereignis. Verbindende Texte zu den Liedern, verfasst von Sylvia Elkarra, sprach Barbara Schütte-Lach.
Der Gesang handelte ein wenig von der herbstlichen Jahreszeit, sehr viel von den Herausforderungen des Lebens, von der Liebe, von Gefühlen. Religiöse Elemente kamen mit zum Tragen.
Mit „You are so beautiful“ nahm die Sängerin ihr Publikum für sich ein. Es folgten Titel wie Griegs „Ich liebe Dich“, „Im Abendrot“ von Richard Strauß und Gershwins „Summertime“. Einen starken Auftritt brachte „Tell him“, das Sylvia Elkarra zusammen mit ihrer Tochter Tabea sang, die Musik in Berlin studiert. Unverkennbar der Stolz der Mutter, wie überhaupt das erfrischend Unprofessionelle den Charme des Konzerts ausmachte. Ingrid Lenz war die Partnerin im Duett aus dem „Rosenkavalier“.
Musikalisch begleitet wurde die Sopranistin von Martin Helge Lüssenhop am Flügel, von Herve Jeanne, Kontrabass, Benjamin Sprenger, Cajon und Sascha Erbeck, Gitarre. Hartmut Kitzing sorgte für das stimmungsvolle Ambiente auf der Bühne und Andreas Gleich für die Ton- und Lichttechnik.
Kostenträger des Konzerts war „Haus Bethel“, ein gemeinnütziger Verein, der in Großburgwedel ein Gebetshaus unterhält. Der Reinerlös des Konzerts in Höhe von 1600 Euro ging an den Förderverein des Krankenhauses, zweckgebunden an die Schmerztherapie. Diese ist ein höchst anerkannter Bereich im Klinikum der Region Hannover, mit dem Dr. Abdulmassih Elkarra schon sehr früh hervortrat. Die Schirmherrschaft hatte Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt übernommen. Seine Stellvertreterin Angela Brix überreichte die Blumen am Schluss.
Natürlich kam Sylvia Elkarra nicht ohne Zugabe weg. Ihr „Wo ich zu Hause bin“ rührte noch einmal die Herzen. Als das Publikum weiter einen Wunsch erfüllt bekommen sollte, wurde spontan „Tell him“ gewählt, die vertrauensvolle Anfrage einer jungen Frau, die wissen möchte, wie sie ihrem Liebsten ihre Gefühle erklären soll.