Geschenke voller Geschichten beim Popp-art-Basar

Außergewöhnliche Objekte konnten bei Frank Popps Popp-art-Basar erworben werden. (Foto: Anna Kentrath)

Finissage der Ausstellung „retrospektive – und neue arbeiten“

GROSSBURGWEDEL (ak). Das richtige Geschenk für die Lieben zu Weihnachten zu finden, ist oftmals gar nicht so einfach. Was haben sie schon, was brauchen sie noch, sind die Fragen, die sich einem aufdrängen. Außergewöhnliche Mitbringsel bot am Mittwoch vergangener Woche im Rathaus der Stadt Burgwedel der Popp-art-Basar, die ungewöhnliche Finissage des Künstlers Frank Popp.
Objekte, die auf den ersten Blick unbekannt erschienen, auf den zweiten jedoch Elemente enthielten, die einem im Alltag begegnen, warteten beim Popp-art-Basar auf neue Besitzer. Das Besondere, die ganz spezielle Schönheit des Gewöhnlichen in neue Zusammenhänge gebracht, bot sich den Besuchern der Finissage dar. Passend zum Weihnachtsfest, wo die kleinen Gesten zählen, das Besondere überwiegt, das Emotionale vor dem Materiellen zählen sollten, stellten die Objekte von Frank Popp eine wunderbare Möglichkeit dar, Familie und Freunde zu überraschen, da seine Kunst voller Geschichten ist.
Die Ehefrau des Künstlers, Heide Popp, bestätigte den neugierig fragenden Besuchern der Finissage, dass ihr Haus voller Fundstücke ihres Mannes sei, was eine Einteilung notwendig mache in ihren und seinen Bereich. Fünf Garagen seien ebenso bestückt wie sein 57 qm großes Atelier. „Wir dürfen nicht mehr umziehen“, so Heide Popp lachend, aber sie würde auch nicht auf all die Dinge verzichten wollen, denn jedes habe seine eigene Geschichte. „Mein Mann hat eine Fantasie, die ist nicht zu bremsen.“
Fasziniert stellte eine Besucherin fest, dass sie den Eindruck habe, in den Objekten versuche der Künstler „das Leben irgendwie festzuhalten“. Am besinnlichen Weihnachtsfest, wo oftmals viel mehr als zu Silvester das Jahr Revue passiert im Kreise der Familie, konnte ein Popp-Objekt ein wunderbarer Anknüpfungspunkt für Gespräche werden, die bei der Finissage bereits lebhaft entbrannten. Das schönste Kompliment, das er jemals bekommen habe, so Frank Popp, sei von einer Dame gewesen, die gemeint habe: „Ich habe noch nie eine Ausstellung erlebt, bei der ich so viel lachende Gesichter gesehen habe“.
Er habe sich selbst nie als einen „lustigen Typen“ gesehen, er zeichne sich wenn, dann vielmehr durch einen „Humor bei tiefstem Ernst“ aus, so der Künstler reflektierend. Doch das Lachen durch seine Kunst zu initiieren, begeisterte Popp nachdrücklich und traf den Kern dieser Finissage. Wer sich die ausgestellten Objekte noch einmal in Augenschein nehmen möchte, hat auch weiterhin bis 15. Januar 2011 in der Volksbank in Großburgwedel die Möglichkeit.