Geplanter Baubeginn Ende 2021

Die lichtdurchflutete Fahrzeughalle des neu geplanten Feuerwehrhauses. (Foto: Stadt Burgwedel)
 
Die sichtbare Fassade des Neubaus wird mit rotem Klinker ausgeführt. (Foto: Stadt Burgwedel)

Neues Feuerwehrhaus für die Kleinburgwedeler Feuerwehr

KLEINBURGWEDEL (bgp). Die Kleinburgwedeler Ortsfeuerwehr kann sich auf ein neues Feuerwehrhaus freuen: Im Feuerschutz-Ausschuss stellte die Stadt Burgwedel die Planungen für den Neubau vor. Bereits im Frühjahr 2019 wurde ein Gelände südöstlich der Großburgwedeler Straße als neuer Standort für die Kleinburgwedeler Feuerwehr beschlossen. Dort soll nun ab Ende 2021 ein Feuerwehrhaus mit modernem Standard auf einer Nettogrundfläche von 900 Quadratmetern gebaut werden.
Der Entwurf der städtischen Planer des Bauamtes, Stephanie Klein und Boy Matzen, kann sich sehen lassen: Die sichtbare Fassade wird mit rotem Klinker ausgeführt und damit an die ortsübliche traditionelle Bauweise angepasst. An den rückwärtigen Teil des Gebäudes schließt sich die Fahrzeughalle an, die mit modernen Fassadenplatten in hellgrau oder cremeweiß verkleidet werden soll. Durch die Einrückung des Eingangsbereiches entsteht ein überdachter Versatz als Wetterschutz. Große Fenster und verglaste Türen lassen viel Tageslicht in die Innenräume.
Das Büro für den Ortsbrandmeister liegt im Erdgeschoss, in dem außerdem ein Aufenthaltsraum, Lagerräume und eine Werkstatt untergebracht werden. Das Obergeschoss ist durch einen Fahrstuhl barrierefrei erreichbar. Dort soll später unter anderem der Feuerwehrnachwuchs residieren. Aktuell gibt es zwar noch keine Jugendfeuerwehr, die Räume sind trotzdem schon dafür vorgesehen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Sanitärräume und eine Küche sind dort ebenso vorhanden wie ein Instrumentenlager für den Feuerwehrmusikzug, der aktuell aus 13 Mitgliedern besteht.
Wichtig ist auch die gute Erreichbarkeit des Standortes, der sich sowohl bei der Stadt als auch bei der Ortsfeuerwehr Kleinburgwedel als Favorit herauskristallisiert hatte. Als Alternative kam noch ein Grundstück am Hornweg in Frage. Allerdings hätte jeder, der von der Ortsseite aus dorthin hingewollt hätte, durch die Bahnunterführung fahren müssen. Die Fahrt durch das enge „Nadelöhr“ sah die Feuerwehr als problematisch an. Zusätzlich hatte die Erfahrung mit Starkregen gezeigt, dass sich auf der Straße unter der Bahnunterführung sehr viel Wasser stauen kann und eine Durchfahrt kaum noch möglich ist. Im Hinblick auf anrückende Rettungskräfte auf dem Weg zum Gerätehaus und ausrückende Feuerwehrfahrzeuge hätte es somit Probleme geben können. Nach Berechnungen des Fachunternehmens Forplan ist das neue Feuerwehrhaus innerhalb von 1,3 Minuten erreichbar und steht der günstigen Erreichbarkeit des jetzigen Gerätehauses in der Ortsmitte an der Wallstraße in nichts nach. Das Bestandsgebäude ist mittlerweile zu klein geworden, die Einsatzfahrzeuge können dort nicht mehr alle untergebracht werden.
Der Zugang für die anrückenden Einsatzkräfte wird auf der Rückseite der neuen Fahrzeughalle über den Alarmzugang erfolgen. Feuerwehrmänner- und frauen betreten ihn nach Geschlechtern getrennt, Umkleiden, Duschen und Sanitärräume schließen sich an, dann folgt die Fahrzeughalle.
Vier transparente Rolltore gewährleisten viel Tageslicht und eine schnelle Öffnung, sodass die Einsatzfahrzeuge zügig nach der Alarmierung ausrücken können. Über dem Alarmzugang befindet sich im Obergeschoss ein Zugang zum Dach, das in diesem Bereich als Übungsfläche für Höheneinsätze genutzt werden kann.
Ortsbürgermeister Jürgen Schodder erfreut die breite positive Resonanz auf den vorgestellten Entwurf: „Die Stadt Burgwedel hat einen wirklich guten Vorschlag gemacht, das ist zweckmäßig und gut hergeleitet, das Gebäude passt in das Ortsbild.“ Vor allem aber sei der Neubau „zukunftssicher“ und ein schönes Einfamilienhaus für „die Feuerwehrfamilie“, so Schodder.
Ortsratsmitglied Bianca Fitzthum (Bündnis90/Die Grünen) ist begeistert von den Vorschlägen der Planer, das Dach über der Fahrzeughalle zu begrünen und eine Photovoltaik-Anlage zu installieren: „Die freie Lage ohne Verschattung bietet sich dafür gut an. Photovoltaik-Anlagen und Gründächer sollten eine Selbstverständlichkeit bei Neubauten sein, darum ist es toll, dass die Planer daran gedacht haben“, lobte Fitzthum in einem Gespräch nach der Sitzung des Feuerschutzausschusses.