„Gemeinsam Fuhrberg gestalten“: SPD legt Wahlprogramm vor

Sie treten für die SPD für die Wahl zum Ortsrat Fuhrberg an: von links sitzend Heike Schötker, Markus Zaepke, stehend Sigmar Tacke und Carsten Möhlenbrink. (Foto: Heike Schötker)

„Die Vier, die antreten, werden auch arbeiten“

FUHRBERG (hhs). Die SPD Abteilung Fuhrberg hat am Montag dieser Woche ihr Wahlprogramm gegenüber den Burgwedeler Nachrichten vorgestellt. Übersichtlich ist er ausgefallen, der Flyer, mit dem die Fuhrberger Sozialdemokraten den Wählerinnen und Wählern in der Ortschaft viele gute Gründe bieten, ihnen bei der Kommunalwahl ihre Stimme zu geben. Das heißt nicht, dass es an Inhalten mangelt, das heißt nur, dass sich darauf kein Sozialdemokrat findet, der die Fuhrberger Belange im Stadtrat vertreten wird.
Wie in dieser Zeitung berichtet, hatte es nicht an einem Fuhrberger Kandidaten gemangelt. Sigmar Tacke ist angetreten. Aber als größte Hürde für den Fuhrberger, der als Nachrücker für Gisela Giesche-Lazar in den Stadtrat eingezogen war, erwiesen sich seine Parteigenossen, nicht die aus dem Wahlbereich II, sondern die aus dem Wahlbereich I, die ihm auch bei der Nachwahl zur Kandidatenaufstellung im Juli nicht das notwendige Vertrauen für die Arbeit im Stadtrat entgegen brachten. Tacke kandidiert allerdings weiterhin für den Ortsrat Fuhrberg.
Und Tacke könnte für die jetzt ablaufende Wahlperiode im Fuhrberger Ortsrat eine positive Bilanz ziehen. Aber der Sozialdemokrat gibt sich lieber eher bescheiden. Dennoch sei gesagt, der Frischmarkt in Fuhrberg kommt, und Sigmar Tacke hat an seiner Entstehung im erheblichen Maß mitgewirkt. Und er wird das weiterhin tun, sagt er. Wie gesagt, der fehlende Stadtratskandidat der Fuhrberger ist ein Manko. Aber das hat die SPD-Abteilung gelöst: „Wir empfehlen unseren Wählerinnen und Wählern, anstelle eines eigenen Kandidaten der Fuhrberger SPD einen anderen aus der Liste des Wahlbereichs II zu wählen“, so Carsten Möhlenbrink, Abteilungsvorsitzender der SPD in Fuhrberg. Man habe „mit den beiden Joachims und Lothar gesprochen“, und die haben zugesagt, die Belange der Fuhrberger SPD im Stadtrat zu vertreten. „Joachim Papenburg, Joachim Lücke und Lothar Urban sind allesamt Kandidaten, die unser volles Vertrauen haben“, so Möhlenbrink im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten.
Für die Wahl zum Ortsrat Fuhrberg treten Carsten Möhlenbrink, Heike Schötker, Sigmar Tacke und Markus Zaepke an. „Alle vier, die antreten, werden auch arbeiten“, verspricht Möhlenbrink. Im Wahlkampf werde die SPD auf dem Wochenmarkt und vor der Bäckerei Bosselmann präsent sein. Dazu werde ein Flyer verteilt und natürlich werden die Kandidaten Hausbesuche machen, um für sich zu werben.
Im Programm beschränken sich die Fuhrberger Sozialdemokraten auf einige Kernpunkte. Zunächst wollen sie sich für die Verbesserung der Verkehrssituation im Ort einsetzen. Diese sei nur schwer ertragbar. Zwar sei es gelungen, die Überquerung der Mellendorfer Straße gefahrloser zu gestalten, aber an der Masse der Fahrzeuge, die durch Fuhrberg rollen, habe sich nichts geändert. Der Bau einer Umgehungsstraße bleibe aktuell, ebenso die Forderung, den Durchgangsverkehr für LKW in Fuhrberg zu sperren. Ebenso steht die Einrichtung von Tempo 70 Zonen vor den Ortseinfahrten auf dem Programm und die Totalsanierung der Durchgangsstraßen, um die Situation der Anlieger zu entschärfen.
Regelmäßige Busverbindungen nach Mellendorf könnten die Situation in Fuhrberg verbessern. Insbesondere Schülerinnen und Schüler, die dort die IGS besuchen, würden davon profitieren, und deren Eltern, die dann nicht mehr den Transport selbst organisieren müssten. Möhlenbrink weiß, wovon er spricht. Seine Kinder besuchen in Mellendorf die IGS.
Fuhrberg soll auch weiterhin eine schöne Ortschaft bleiben. Deswegen wollen die Sozialdemokraten die Gründung eines Dorfverschönerungsvereins unterstützen. „Die Aktivitäten der einzelnen Initiativen müssen koordiniert werden, damit ein Gesamtkonzept für Fuhrberg erstellt werden kann. Dazu gehört inhaltlich auch der Ausbau des Radwegs von Fuhrberg nach Celle“, so Sigmar Tacke.
Um die Einwohnerzahl Fuhrbergs zu steigern, wollen die Sozialdemokraten neue Gewerbegebiete ausweisen. „Eine gezielte Gewerbeansiedlung ist notwendig. Wenn neue Firmen kommen, dann kommen auch neue Mitbürgerinnen und Mitbürger. Wir müssen dann auch neue Wohnbaugebiete zur Verfügung haben. Wir wollen wachsen und nicht weichen“, brachte es Carsten Möhlenbrink auf den Punkt. In diesem Zusammenhang soll auch die Schülerbetreuung an der Grundschule personell so ausgestattet werden, dass sie jederzeit auf neue Mitbürger reagieren kann. Ebenso soll die Maria-Sibylla-Merian-Grundschule personelle und finanzielle Mittel erhalten, damit sie den Nachmittagsunterricht weiter ausbauen kann. Die SPD will zudem die von der SPD Isernhagen initiierte Gründung einer IGS unterstützen.