Gelungenes maritimes Konzert des MGV Concordia

Das maritime Konzert des Männergesangvereins Concordia Großburgwedel fand vor ausverkauftem Haus statt und war ein großer Erfolg für die Sänger. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Volles Haus im Amtshof bei „Kaperfahrt - wir können Mee(h)r“

GROSSBURGWEDEL (hhs). „Kaperfahrt - wir können Mee(h)r“, unter diesem Titel hatte der Männergesangverein Concordia Großburgwedel die große Schar seiner Fans in den neuen Amtshof zu seinem diesjährigen Sommerkonzert eingeladen.
Zum ersten Mal in der langen Geschichte der singenden Concorden hatten die aktiven Sänger ein Programm mit maritimen Liedern von Bord, von der Waterkant und über wilde Seeräuber einstudiert. Und auch zum ersten Mal hatten die Sänger für die entsprechende kulinarische Abrundung des Konzerts gesorgt: Das Restaurant am Springhorstsee erfreute die Gäste vor dem Konzert und während der Pause mit vor Ort zubereiteten maritimen kulinarischen Genüssen und den dazugehörigen Getränken.
Das Konzept fand großen Anklang, der Saal des neuen Amtshofes beinahe ausverkauft. Und es war eine gewisse Erwartungshaltung der Zuhörer zu spüren. Der Chor, der in den vergangenen Jahren mehrmals die Aula des Gymnasiums mit gemeinsamen Auftritten mit Peter Orloff und seinen Schwarzmeer Kosaken oder mit Istvan Szentpali und dem Johann Strauß Orchester gefüllt hatte, soll nun seine Liebe zu den maritimen Gesängen entdeckt haben?
Diese Frage stand im Raum, als plötzlich die etwas finstere Melodie eines maritimen Klassikers ertönte: „Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren … “. Dieses Lied, das in Deutschland erst zu Beginn der 50-er Jahre seinen Platz in den weltlichen Gesangbüchern gefunden hatte, wurde in den vergangenen Jahren populär und zum Gassenhauer durch die Vertonungen und Interpretationen von den „Ärzten“ und zuletzt von „Santiano“. Es ist das Lied von Freibeutern, in Moll und daher ein wenig düster und wegen des geringen Tonumfangs auch etwas eintönig.
Aber genau dieses Lied hatte den Grundstein gelegt für dieses außergewöhnliche Konzert, wie es Michael Schüller in seiner Begrüßung der Gäste formulierte: Der Männergesangverein habe im vergangenen Jahr eine Bootsfahrt unternommen. Dabei habe ein Sangesbruder der Concorden unter dem Eindruck dieser Fahrt spontan das Lied „Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren“ angestimmt. Einige Sänger hätten mit eingestimmt, viele andere nicht. Als Problem habe sich herausgestellt, dass den meisten die Textsicherheit fehlte. Man sei sich einig gewesen, das zu ändern, und daraus sei schließlich der Plan zu diesem maritimen Konzert entstanden.
Ein Jahr hätten die Vorplanungen gedauert und das Projekt habe die Sänger immer stärker gefesselt. Nicht nur das Liedgut sei neu für sie gewesen, auch der Gesangsstil. Sinn sei es auch, die Zuhörer nun kurze Zeit nach Ende der Ferien noch einmal an die Urlaubszeit am Meer zu erinnern, mit neuen Arrangements und der musikalischen Unterstützung den exzellenten Musiker Martin Kaschube, Reimer Timm und Jürgen Bormann.
Und dann setzte der MGV Concordia zu einem bunten Reigen an durch die deutsche und internationale maritime Musikliteratur: „Lieder so schön wie der Norden“, „Wir lieben die Stürme“, „Sie hieß Mary Ann“, „Wir lagen vor Madagaskar“, schließlich die Highlights „What shall we do“, „La Paloma“ und „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, mit dem der unvergessene Hans Albers gewissermaßen die Hymne Hamburgs geschaffen hatte.
Konzertbesucher dankten den Sängern mit Applaus auf offener Szene. Die gelungene Umsetzung einer spontanen Idee, eine Werbung für den MGV Concordia, wie sie besser nicht sein konnte. Darin perfekt eingebunden die Aufführungen der Plattdeutschen Runde vom Wöhler-Dusche-Hof in Isernhagen, deren Sketsche zwar weniger maritim waren, aber voll den norddeutschen Humor der Besucher trafen.