Gelungene Gewerbeschau der IWU

Nach der Eröffnungsrede erhielt Bürgermeister Axel Düker (rechts) von Antenne-Moderator Stefan Wolter (links) eine Flasche überreicht.
 
Ob Podiumsdiskussion oder Musik, das Bühnenprogramm lockte jede Menge Zuschauer.

Besucher und Aussteller sind des Lobes voll

Von Birgit Schröder

WETTMAR. Die zweite Gewerbeschau der Interessengemeinschaft Wettmarer Unternehmen (IWU) hat für einen Paukenschlag gesorgt: Der IWU ist es gelungen, einen bunten Querschnitt ganz unterschiedlicher Unternehmen aus Burgwedel und Umgebung zur Teilnahme zu motivieren. Nach etwas schleppendem Beginn kamen am Nachmittag auch zahlreiche Besucher.
Burgwedels Bürgermeister Axel Düker führte bei der Eröffnung aus, dass auf dieser Gewerbeschau klar zu erkennen sei, wie viel die kleineren und mittleren Betriebe Burgwedels, die sich hier vorstellten, zu bieten haben. Sie seien es, die Burgwedel als Wirtschaftsstandort stärken. Die Gewerbeschau fördere und stärke die Vernetzung engagierter Unternehmen. Sie bietet zudem die Möglichkeit, sich interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu präsentieren. „Hier werden Unternehmen zum Kennenlernen, Anfassen und Ausprobieren gezeigt“, sagte der Bürgermeister. „Gerade im ländlichen Raum, wo es nicht einfach ist, Fachkräfte und Auszubildende zu gewinnen, ist es notwendig, besonders präsent zu sein“. Dann hob Axel Düker die Standortvorteile der Stadt Burgwedel hervor. Die Stadt werde weiterhin an deren Verbesserungen arbeiten, versprach er.
Auf dem Gelände fanden sich Unternehmen in den Segmenten Landwirtschaft, Handwerk, Dienstleister und Handel. Darüber hinaus fanden sich Stände mit Kunsthandwerk, Handgenähtes für Kinder, das DRK informierte und natürlich hatte auch die Feuerwehr eines ihrer Einsatzfahrzeuge blitzeblank geputzt vor die Tür gefahren.
Nicht nur auf dem Außengelände auch im Ausstellungszelt präsentierten sich zahlreiche Unternehmen: vom Pflegedienst, Reisebüro, Badausstatter, Fitness und Gesundheit bis hin zu Versicherung und Sparkasse. Miteinander und mit zukünftigen Kunden unverbindlich ins Gespräch kommen, so die Intention der Aussteller, die über den Verlauf der Gewerbeschau und insbesondere die Betreuung durch die IWU-Mitglieder voll des Lobes waren.
Die Veranstalter haben allein schon mit der Ausstattung des Dorfplatzes ein so umfassendes Angebot  geschaffen, dass insbesondere die Besucher aus Großburgwedel sich staunend die Augen rieben: die große Bandbreite der teilnehmenden Betriebe, eine vielfältige Auswahl an Imbiss- und Getränkeständen, abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten für die Kinder und ein anspruchsvolles Bühnenprogramm. „Ich komme auch aus einem kleinen Ort, einfach unglaublich, was hier auf die Beine gestellt worden ist“, erklärte Burgwedels neuer Wirtschaftsförderer Torben Pöplow, der Bürgermeister Axel Düker auf dem Rundgang durch die Messe begleitete. Großburgwedels Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller brachte es auf den Punkt: „Was die IWU hier organisiert hat, ist einzigartig. Hut ab vor dieser Leistung“!
Auch das Bühnenprogramm bot einen gelungenen Mix an Unterhaltung und Information. Auf großes Publikumsinteresse stieß die Podiumsdiskussion zum Thema „Beruf der Zukunft“ mit dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Klaus Michalke, Martin Raschdorf, Agentur für Arbeit, Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Kultusminister, Bianca Rosenhagen vom gleichnamigen Metallbaubetrieb in Kleinburgwedel, und Ellen Szczepaniak, die gerade ein duales Studium absolviert.
„Ein Job pro Arbeitsleben reiche nicht mehr aus. Quereinsteiger werden immer wichtiger“, erklärte Martin Raschdorf von der Agentur für Arbeit. So müsse man fragen, wie man diesen helfen könne. Bianca Rosenhagen, selbst Quereinsteigerin, forderte: „Toleranz, Bildung, Interesse und Fleiß, diese Eigenschaften müssen in der Schule gelegt werden. Wir müssen unsere Kinder mit anderen sozialen Kompetenzen ausstatten. Ein Beispiel: Früher wurde die Oma in den Familien zu Hause gepflegt. Kinder können sich heute in diesem Bereich nicht mehr erproben.
Kultusminister Grant Hendrik Tonne wollte soweit nicht gehen. „Kinder müssen sich erst einmal auf die Schule freuen können. Jeder muss erst einmal schauen, was ihm Spaß macht und was er gut kann“.