Geld für die Zentrumssanierung

In der Hannoverschen Straße müssen die Fahrzeuge zum Ein- und Ausparken über den Gehweg fahren. (Foto: Bettina Garms-Polatschek/Archiv)
 
Nicht nur im Mitteldorf ein Problem: schmaler Gehweg und unebene Pflasterung dicht am Fahrbahnrand. (Foto: Bettina Garms-Polatschek/Archiv)

Burgwedel bekommt 1.000 000 Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm des Landes

BURGWEDEL (bs). Niedersachsens Bauminister Olaf Lies hat nun das Städtebauförderungsprogramm 2020 bekannt gegeben. Damit unterstützt das Land dieses Jahr insgesamt 202 Fördermaßnahmen der Kommunen mit 121.652 000 Euro aus der Städtebauförderung.
Dies ist besonders für die Stadt Burgwedel eine frohe Botschaft, denn das Projekt „Innenstadt Großburgwedel“ ist in das Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen worden. Bürgermeister Axel Düker ist begeistert, dass die zum 01.06.2019 beantragte Aufnahme in die Niedersächsische Städtebauförderung erfolgreich war. „Und dieses gleich bei der ersten Bewerbung“, berichtet er erfreut. Burgwedel gehört damit zu den 13 in Niedersachsen neu aufgenommen Maßnahmen.
„Die bewilligte Förderung wird für die Stadt eine große Unterstützung bei der Verbesserung für die städtische Innenentwicklung sein“, berichtet Düker. Laut Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz soll die Stadt Burgwedel zunächst Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 1.000.000 Euro erhalten. Weitere Fördermittel sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre jährlich hinzukommen.
Nach einem programmüblichen Verteilerschlüssel würden der Stadt die 1,0 Mio. Fördermittel in den nächsten fünf Jahren nach und nach bereitgestellt, um die 2019 definierten Ziele zu erreichen. Um die Städtebauförderungsmaßnahmen aber nachhaltig und behutsam vorzubereiten und gleichzeitig den städtischen Haushalt nicht zu überfordern, werden die Mittel nach dem Verteilerschlüssel zur Verfügung stehen, sodass bereits für den Herbst 2020 Mittel im fünfstelligen Bereich für z. B. vorbereitende Maßnahmen für ein integratives Verkehrskonzept verfügbar sind.
Einzelne konkrete Umsetzungsmaßnahmen werden für die kommenden Jahre erwartet, wenn auf Grundlage der einzelnen Konzepte Rahmenbedingungen genauer definiert worden sind. Aktuell wird von Seiten der Verwaltung der förmliche Aufnahmeerlass im Rathaus erwartet, der den voraussichtlichen Gesamtförderrahmen für die Entwicklungsmaßnahme beinhaltet. In weiser Voraussicht hat die Stadt Burgwedel bereits zum 01.06.2020 die Fortführung der Maßnahme beantragt und erhofft sich auch für die Folgejahre einen positiven Bescheid des Fördermittelgebers.
Das im Förderantrag formulierte Areal reicht vom Großburgwedeler Rathaus bis zum Mitteldorf auf der Ost-West-Achse, im Norden begrenzt das Von-Alten-Karree die Zone bis hin zur Seniorenbegegnungsstätte in der Gartenstraße als südlichster Bereich.
Zu den Problemzonen zählen unter anderem die Parksituation an der Hannoverschen Straße vor der Apotheke, wo die Fahrzeuge den Fußweg überqueren müssen, um auf den Parkplatz oder die Straße zu gelangen. In vielen Bereichen im Zentrum sind die Gehwege zu schmal, die Begegnung von mehreren Fußgängern sehr schwierig. Ebenfalls im Fokus die Von-Alten-Straße: die grobe Pflasterung in der Mittelrinne ist mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen nur schwer zu bewältigen. Auch sind die Durchgänge nicht gut auffindbar. „Aber wir haben nicht mehr die Situation wie noch vor sechs Monaten“, gibt Bürgermeister Axel Düker zu bedenken und warnt vor allzu hohen Erwartungen.  
„Die Zeiten sind im Moment besonders schwer. Doch ich bin sehr erleichtert zu wissen, dass die Landesregierung gerade jetzt an der Seite der Kommunen und der Bauwirtschaft steht“, freut sich der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann.  Auch die Gemeinde Isernhagen erhält aus diesem Topf 500.000 Euro für das Zentrum in Altwarmbüchen. „Das Geld ist gut angelegt und setzt ein solidarisches Zeichen“, so Rainer Fredermann.
Beginnend mit dem Programmjahr 2020 ist es gelungen, aus den bisherigen sechs Programmen der Niedersächsischen Städtebauförderung drei neue Programme zu entwickeln: Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung. Die Reduzierung der Programme bedeutet gleichzeitig mehr Flexibilität für alle Beteiligten, wenn es um die Erneuerung der ländlichen und städtischen Infrastruktur geht.
Neu hinzugekommen ist die Fördervoraussetzung von Maßnahmen des Klimaschutzes bzw. zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere durch Verbesserung der grünen Infrastruktur.
Im Programmjahr 2020 wurden 13 Maßnahmen neu in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen, unter anderem Großburgwedel.