Gedeckter Tisch für Eichhörnchen

Mit einem für speziell für Eichhörnchen konzipierten Futterspender kann den putzigen Tieren durch den Winter geholfen werden. (Foto: NABU/Marc Scharping)

Tipps des Naturschutzbundes für einen „wohnlicheren“ Garten

Region Hannover (r/bs). Eichhörnchen, die hierzulande sicherlich zu den beliebtesten Säugetieren zählen, halten in diesen Tagen Winterruhe.
Hoch oben in ihren Kobel aus Zweigen zurückgezogen, der sich häufig in den oberen Kronenbereichen von Bäumen befindet, erwachen die flinken Säuger ab und an, um sich an den Vorräten, die sie im Herbst angelegt haben, zu laben.
Häufig handelt es sich dabei um Nüsse und andere Baum- und Strauchfrüchte wie Zapfen und Samen, die von den Eichhörnchen in den Boden gesteckt oder vergraben wurden. Oft mit dem Nebeneffekt, dass sie diese nicht wiederfinden, sodass sie im kommenden Frühjahr keimen und austreiben können. Auf diese Weise sind Eichhörnchen „natürliche Förster und Gärtner“, so der NABU Niedersachsen.
„Wir sollten es aber nicht einfach bei der Sympathie für das Eichhörnchen belassen“, sagt NABU-Mitarbeiter Rüdiger Wohlers. „Eichhörnchen werden leider oft Opfer des Straßenverkehrs, und sie ertrinken immer wieder in nicht abgedeckten Regentonnen oder anderen glattwandigen, hohen Gefäßen, aus denen sie nicht wieder herauskommen können.
Wenn eine Abdeckung nicht möglich ist, sollte auf jeden Fall ein raues Brett, möglichst mit Riffelung, oder ein grober Ast angebracht werden, damit hineingefallene Eichhörnchen eine rettende Ausstiegshilfe haben“, appelliert der Naturschützer.
Am besten ist für das Eichhörnchen natürlich ein naturnaher Garten, in dem sich Bäume befinden, die ihnen Nahrung bieten. Dazu zählen Hasel- oder Walnüsse sowie Obstbäume. Um Eichhörnchen vielleicht auch aus der Nähe zu beobachten, können dem Tier in einem bewährten, speziellen Futterspender Leckereien angeboten werden – neben Nüssen sind dies etwa Rosinen, Karotten, Äpfel, Birnen, Weintrauben sowie Sonnenblumen- und Kürbiskerne.
Dieser Futterspender ist so konzipiert, dass die Eichhörnchen das Futter durch eine Kunststoffscheibe sehen können, davor einen Ansitz finden und verstehen, dass sie die leichte Holzklappe darüber anheben müssen, um an das Futter zu gelangen.
So ist das Futter in der Regel vor dem Zugriff durch Vögel geschützt. Das Gerät sollte vor allem an Bäumen mit einer groben Rinde angebracht werden und wie Vogel-Futtergeräte auch selbstverständlich immer wieder gereinigt werden. Der Futterspender kann auch auf Balkonen aufgestellt werden, die für Eichhörnchen leicht erreichbar sind.
„So lassen sich auch an Wintertagen viele putzige Beobachtungen machen – und dabei Pläne schmieden für die kommende Pflanzzeit, um dem Eichhörnchen den eigenen Garten noch etwas ‚wohnlicher‘ zu machen“, so Rüdiger Wohlers.
Der NABU Niedersachsen hat dazu ein kleines Info-Paket mit vielen praktischen Tipps zusammengestellt. Es besteht aus der Broschüre „Gartenlust“, in der sich auch Pflanzlisten wildtierfreundlicher Bäume und Sträucher finden, und dem Faltblatt des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) zu Eichhörnchen. Das Paket kann angefordert werden gegen Einsendung eines 5-Euro-Scheins beim NABU Niedersachsen, Stichwort „Eichhörnchen im Winter“, Alleestr. 36, 30167 Hannover.