Garagenflohmarkt fand vorwiegend draußen statt

Seppelhut gefällig? Eine Familie am Meitzer Weg entledigte sich beim Flohmarkt ihrer bayrischen Vergangenheit. (Foto: Renate Tiffe)

Erste Erfahrungen in Wettmar überwiegend positiv

WETTMAR (ti). Das stabile Frühsommerwetter machte es möglich: der erste Garagenflohmarkt in Wettmar fand meistens draußen statt. Und er fand, bei Anbietern wie bei Käufern insgesamt ein ausgesprochen positives Echo.
Erstaunlich, was da alles zusammenkam beim „Durchforsten“ der Wohnung
oder des eigenen Hauses. Es gab eigentlich nichts, was es nicht gab, vom Sofa bis zum alten Kinderwagen, von der Fotoausrüstung bis zu gemalten Bildern ohne Ende, Küchen- und Haushaltsgegenstände sowie Zierrat aller Art waren dabei, viele Kindersachen und Spielzeug sowieso. Stolz war der Besitzer eines Sofas, das er sozusagen auf Anhieb losgeworden war, für 20 Euro. Der schlichte Schreibtisch, wie eine solide Handwerksarbeit aus der Nachkriegszeit anmutend und für 30 Euro zu haben, stand dagegen am Ende noch da – machte auch nichts, wenn man insgesamt zufrieden war, wie Familie Bode, die den Flohmarkt auf ihrem Hof um einen gedeckten Kaffeetisch erweitert hatte. Neben dem gemütlichen Kaffeetrinken und einem Plausch unter den Besuchern sprang eine erkleckliche Summe als Spende für die Wettmarer Mühle dabei heraus. Und das war kein Einzelfall. Wie überhaupt der Erlös der ganzen Aktion, wenn er erst einmal errechnet ist, zugunsten der Mühle gespendet wird, wie Kerstin Winkel erklärte.
Sie hatte die Idee Anfang dieses Jahres zuerst im Wettmarer Malkreis besprochen, der dann für die Organisation verantwortlich zeichnete - nicht ohne vorher von Wettmars Ortsbürgermeister Rainer Fredermann reichlich Ermutigung und Unterstützung erfahren zu haben. Gelingen konnte das Ganze aber erst, als auch das kleine Werbe-Unternehmen QUADROTEC; am Glockenberg ansässig; für die – weitgehend unentgeltliche – Mitarbeit gewonnen werden konnte. Die Werbung mit Plakaten und Flyern kam zwar etwas spät, aber sie hat trotzdem genügend Leute auf die Beine gebracht „Es hat Spaß gemacht“, berichteten Elmar Schulz und Ute Roch, die selbst mitgemacht haben, und es teilweise mit Parkplatzproblemen zu tun hatten. So üppig war der Besuch an etwas abgelegeneren Stellen wie der Heimatdiele oder an der Herrenhäuser Straße nicht gerade und auch das Käuferinteresse war nicht überall gleich groß. Übereinstimmend aber war die Meinung, dass der Garagenflohmarkt „eine tolle Sache für Wettmar“ war und vielleicht wiederholt werden sollte. Die Organisatoren wollen demnächst eine Umfrage bei den Anbietern starten, um Erfahrungen einzuholen.
68 Familien haben insgesamt teilgenommen, „eine Zahl, die uns total beeindruckt hat“, wie Kerstin Winkel sagte. Manche waren deswegen auch skeptisch gewesen. Aber der Drang, sich von „abgelebten“ Sachen zu trennen, ohne sie gleich wegwerfen zu müssen, war dann doch überwältigend, ebenso wie die Hoffnung, das eine oder andere Schnäppchen zu machen.
Und wie gesagt:. es kam sehr viel für die Wettmarer Dorfgemeinschaft dabei heraus. Wer traut sich sonst schon einfach auf einen fremden Hof oder in einen unbekannten Garten?