Ganz nah am Stadtfest – das SPD-Sommerfest

Es wurden viele Unterschriften für das Volksbegehren „Gute Schulen in Niedersachsen“ gesammelt. (Foto: Renate Tiffe)
 
Abseits vom Stadtfest ließ es sich als Gast des Sommerfestes im Garten des SPD-Hauses gut verweilen. (Foto: Renate Tiffe)

Großes Interesse am Volksbegehren „Gute Schule“

GROSSBURGWEDEL (ti). Stadtfest und SPD-Sommerfest - eine Terminüberschneidung? Im Trubel des verkaufsoffenen Sonntags in der Stadtmitte stellte sich das Datum für das alljährliche Treffen der Burgwedeler Sozialdemokraten als gut gewählt heraus. Die Gäste trudelten wie von selbst ein im SPD-Haus an der Hannoverschen Straße. Viele ausländische Mitbürger, bzw. Deutsche ausländischer Herkunft waren darunter. Und ein Hauptanliegen des Tages erfüllte sich ebenso: es wurden viele Unterschriften für das Volksbegehren „Gute Schulen in Niedersachsen“ gesammelt.
Der Standort des Hauses, mitten in der Stadt und doch etwas versteckt mit engem Eingang zwischen zwei Geschäften  war gerade recht. Wer dem Publikums-Gedränge des Stadtfestes zeitweise entgehen wollte, fand sich an den Tischen im Garten ein, wohlversorgt mit Speis und Trank. Ununterbrochen stiegen die Rauchschwaden über dem Bratwurstgrill auf und die Salate am Büfett dufteten verführerisch. Auch Kuchen und Kaffee gab es, je nach Gusto. Schön war es für die Kinder. Abgesehen von Lutschern und anderen Süßigkeiten zum Zugreifen konnten sie in den Bäumen klettern, Fangen spielen oder sich sonst vergnügen. Es waren genug Altersgenossen da. Am Rande betreuten Mütter ihre Kleinkinder.
Als prominenter Gast war der Langenhagener Landtagsabgeordnete Marco Brunotte fast von Anfang an mit dabei. „Wieviel sind denn allein von Deiner Sippe da“, frozzelte er den stellvertretenden Vorsitzenden Bedir Özdemir an. Der verwies stolz auf seine Töchter Ewin und Derya und natürlich auf Juan, den Jüngsten in der Karre. Aber auch sein Bruder war da, seine Cousins und viele andere Frauen und Männer mit Migrationshintergrund,  die in Burgwedel heimisch geworden sind, nicht nur aus der Familie Özdemir. Ein  intensiver Austausch über das Miteinander in Burgwedel und anderswo schloss sich an. Wir müssen uns zeigen wie hier, wir müssen miteinander – und nicht über „die Leute“ -   reden, meinte Özdemir. Und Brunotte sprach über die Integration als Herausforderung für die Politik. Das A und O dafür sei die deutsche Sprache, waren sich beide einig. Özdemir lobte  die ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe an der Grundschule in Großburgwedel. Es müsse mehr solche Initiativen geben, er wolle sich dafür einsetzen.
Zum Thema passte die Unterschriftenaktion, mit der sich die SPD zur Zeit stark macht für die „gute Schule“. Sie ist die Voraussetzung für das Erlernen der Sprache und später für das Fortkommen im Beruf. Heiko Lick, ebenfalls vom SPD-Vorstand, wurde nicht müde, am Tisch mit den Unterschriftenlisten die Forderungen zu erläutern: nach  einer Ausweitung von Gesamtschulen, dem Abitur nach 13 Schuljahren, nach dem Erhalt der Vollen Halbtagsschulen. „Wo kann ich denn hier unterschreiben“, fragte eine Besucherin aus Laatzen. „Wir haben immer eine Liste gesucht“, meldeten sich Unterschriftswillige aus Burgwedel. Sie bekamen, zwei Listen vorgelegt. Die Namen werden von den jeweiligen Stadtverwaltungen überprüft. Das Volksbegehren ist nicht frei von  bürokratischen Hürden.