Ganz besondere Auszeichnung

Volker Kluth (v. l.) überreichte Urkunden und Ehrennadeln an die langjährigen Mitglieder Kurt Engelke (70 Jahre) und Gustav Müller (60 Jahre).
 
Freude über die Beförderung (v. l.): Hannah Dorbandt, Dennis Karkossa, Luis Bauer, Marcel Tydecks, Holger Barth und Uwe Menke.

Feuerwehr Engensen ehrt Kurt Engelke für 70-jährige Mitgliedschaft

ENGENSEN (bgp). Ein relativ ruhiges Jahr liegt laut Ortsbrandmeister Uwe Balke hinter der Freiwilligen Feuerwehr Engensen. Auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend berichtete er über das Einsatzgeschehen: „Drei Mal rückte die Feuerwehr in 2019 zum Einsatz aus, außerdem wurde eine technische Hilfeleistung durchgeführt.“ So hatte ein Anwohner im Adolf-Homeyer-Weg sein Brennmaterial im Feuerkorb mit Benzin entfacht, das Feuer drohte auf umstehende Hecken überzugreifen. Die Feuerwehr verhinderte schlimmeres. In einem weiteren Einsatz musste ein in Brand geratener Trecker gelöscht werden. Zum Lahberg musste die Wehr ausrücken, um eine vermeintlich gefährliche Schlange aus einem Gully zu holen. Ein Anwohner hatte diese entdeckt und die Feuerwehr angerufen. Das Tier entpuppte sich als harmlose Blindschleiche, die von einem Experten der Feuerwehr eingefangen und im Wald wieder ausgesetzt wurde.

Vegetationsbrände nehmen zu

In Ramlingen gab es im Wald verdächtige Rauchentwicklung, die von einem Hubschrauber aus entdeckt wurde. Die Engensener Wehr half im Nachbarort, den Brandherd zu finden und zu löschen. „Die Ramlinger waren allerdings noch drei Tage mit Nachlöschen beschäftigt“, berichtete Balke von der Hartnäckigkeit des Feuers. Dieses Ereignis bestätigte eine Tendenz, auf die der Stellvertretende Brandabschnittsleiter Volker Kluth hinwies: „Wir haben eine Zunahme an Vegetationsbränden, sowohl in der Zahl als auch in der Fläche.“ Allerdings habe es unter den 5.755 regionsweiten Einsätzen im vergangenen Jahr keine großflächigen Starkregenereignisse gegeben, zog Kluth Bilanz.

Lob für ausgezeichnete Nachwuchsarbeit der Jugendabteilung

Lob gab es von Bürgermeister Axel Düker und Stadtbrandmeister Ingo Motl für die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit, die in Engensen geleistet wird. Die 322 Mitglieder starke Feuerwehr mit 38 Aktiven und 14 Musikern muss auch im Jugendbereich nicht um ihre Zukunft fürchten: 13 Jugendfeuerwehr-Mitglieder (12 Jungen, 1 Mädchen) und 19 Kleinlöschmeister sind derzeit gut dabei. Hannah Dorbandt hat das Amt der Jugendwartin im August 2019 von ihrer Vorgängerin Merle Schneider übernommen. Schneider habe sich über viele Jahre „sehr engagiert für den Nachwuchs in der Feuerwehr eingesetzt“, hob die 21-jährige Dorbandt lobend hervor. Sie selbst sei seit 14 Jahren in der Engensener Feuerwehr, habe als Siebenjährige bei den Kleinlöschmeistern angefangen. Darum habe sie das Amt gerne von ihr übernommen, sagt sie und erklärt: „Mir hat das immer gut gefallen, Kinder zu betreuen.“ Sehr viel Unterstützung habe sie dabei von ihrem Stellvertreter Marcel Tydecks. In ihrem Jahresbericht schildert sie humorvoll, wie die Jugendlichen das Funken im vergangenen Jahr übten: „Sie mussten sich gegenseitig per Funk durchsagen, welchen Belag sie auf einer Pizza bestellen wollten und überprüfen, ob alles richtig angekommen ist.“ Mit dem Entzünden des Osterfeuers, Pfingstzeltlager am Hüttensee, den Maispielen und vielem mehr werde Zusammenhalt und Kameradschaft gefördert, der Nachwuchs habe also viel Abwechslung, sagt sie.
Ähnlich ist es bei den Kleinlöschmeistern, die aus dem gesamten Stadtgebiet in Engensen betreut werden. Anna Raddatz füllt das Amt der Kinderwartin mit Leidenschaft aus. Ihre Gruppe besteht zurzeit aus 19 Kindern (8 Mädchen, 11 Jungen) im Alter von 7 bis 10 Jahren. Vor vier Jahren ist Raddatz Mutter geworden: „Der aktive Dienst war für mich so nicht möglich gewesen, aber mit der Aufgabe als Kinderwartin kann ich die Feuerwehr hier unterstützen“, sagt sie bescheiden.

Ehrungen für 70 und 60 Jahre Mitgliedschaft

Der Ortsbrandmeister blickte zufrieden über seine Nachwuchsabteilung, die sich auch in den Beförderungen wiederfand: Hannah Dorbandt erhielt die Beförderung zur Oberfeuerwehrfrau, Marcel Tydecks wurde Oberfeuerwehrmann. Die Kameraden Holger Barth und Uwe Menke wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Voller Stolz nahmen Luis Bauer und Dennis Karkossa ihre Beförderung zum Feuerwehrmann entgegen.

Volker Kluth ehrte Feuerwehr-Urgestein Kurt Engelke für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit einer Ehrennadel und Urkunde. Bereits 60 Jahre ist Gustav Müller seiner Ortsfeuerwehr treu, das wurde mit einer Ehrung gewürdigt. Ralf Wöhler wurde für die 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, Kai Uwe Voges erhielt die Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft.