Fünf Wärmebildkameras für die Burgwedeler Ortswehren

Der Feuerschutzausschuss der Stadt Burgwedel hat sich am Dienstag zu seiner Sitzung im Feuerwehrgerätehaus in Fuhrberg getroffen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Feuerschutzausschuss tagte bei der Feuerwehr Fuhrberg

FUHRBERG (hhs). Am Dienstag besuchte der Feuerschutzausschuss der Stadt Burgwedel das Feuerwehrgerätehaus in Fuhrberg. Der Ausschuss hatte zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt zunächst alle Feuerwehrhäuser zu besichtigen, „damit wir vor Ort sehen können, wie es um die Häuser, Einsatzfahrzeuge und die Geräte der Ortswehren bestellt ist“, hatte der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses Lothar Urban dieses Vorgehen begründet. Am Dienstag war nun Fuhrberg an der Reihe und nach dem Rundgang mit Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser und Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg fand im Anschluss die nächste Sitzung des Ausschusses statt.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen zwei Themen: die Verteuerung des neu anzuschaffenden Hilfeleistungsfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel und die Anschaffungen von fünf Wärmebildkameras für alle Ortswehren mit Ausnahme von Engensen und Oldhorst.
Für das Hilfeleistungsfahrzeug war im vergangenen Jahr die Ausschreibung vorgenommen worden. Im Haushalt der Stadt Burgwedel sind dafür 330.000 Euro eingestellt worden. Nun hatte aber im Mai vergangenen Jahres bei der Stadtfeuerwehr Burgdorf eine Vergleichsvorführung stattgefunden, bei der ein neu entwickeltes Hilfeleistungsfahrzeug der Firma Rosenbauer vorgestellt wurde. Dabei hatte es sich um einen Prototyp gehandelt, der jetzt aber lieferbar ist.
Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg hat nun angeregt, die Stadt Burgwedel möge dieses neue Hilfeleistungsfahrzeug der Baureihe „AT“ für die Großburgwedeler Wehr anschaffen. Nach seiner Einschätzung vereine das neue Fahrzeug alle Komponenten, die ein modernes Feuerwehrfahrzeug ausmachen. Es sei äußerst kompakt, und übersichtlich. Insgesamt biete es viel mehr Platz und sei trotzdem wendig und gleichzeitig leistungsstark.
Wesentliche Vorteile seien, dass durch die Gewichtsreduzierung mehr Beladung und Tankinhalt ermöglicht werden, das Fahrzeug eine hohe Wertbeständigkeit aufweise und es insgesamt korrosionsbeständiger sei. Er rechne mit geringeren Werkstattkosten. Außerdem verfüge der Mannschaftsraum über höhere Sicherheitsstandards und Komfort. Das habe allerdings seinen Preis: Die Mehrkosten betragen 30.000 Euro. Alle Fraktionen im Ausschuss sprachen sich dafür aus, das neue Fahrzeug anzuschaffen und dafür 30.000 Euro mehr zur Verfügung zu stellen.
Nächster Punkt auf der Tagesordnung war der Haushaltsplan für das kommende Jahr. Hier ging es insbesondere um den Teilhaushalt „Brandschutz/Katastrophenschutz“. Hier hatte das Stadtkommando vorgeschlagen, für alle Ortsfeuerwehren mit Ausnahme von Engensen und Oldhorst Wärmebildkameras anzuschaffen. Hier fragte zunächst Jürgen Schodder, Ortsbürgermeister von Kleinburgwedel und Mitglied im Ausschuss, nach den Gründen, warum Engensen und Oldhorst nicht mit Wärmebildkameras bedacht werden sollen. Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg führte dazu aus, dass nach allgemeinem Dafürhalten im Stadtkommando die Meinung herrsche, Oldhorst benötige diese Anschaffung nicht. Die Engenser Wehr werde wahrscheinlich ein Jahr später mit einem derartigen Gerät ausgestattet. Das Stadtkommando habe versucht, in Burgwedel zunächst Schwerpunkte zu setzen.
Ein wichtiges Kriterium sei das Vorhandensein von Altenpflegeheimen in den Ortschaften gewesen. Fuhrberg werde bedacht, weil es weitab von den anderen Wehren liege. Heinz Schröder, Ausschussmitglied und ehemals Ortsbrandmeister in Engensen erläuterte, gegenwärtig mache die Anschaffung der Kamera für Engensen keinen Sinn, denn, das Einsatzfahrzeug sei jetzt schon vollgestopft. „Wenn das neue Fahrzeug da ist, dann können wie die Kamera nachfordern“, schlug er vor.
Bei der anzuschaffenden Wärmebildkamera handelt es sich um das Modell „Scott Eagle Attack“ zum Stückpreis von etwa 6.500 Euro. Dieses Modell soll von den Burgwedeler Wehren „an vorderster Front“ eingesetzt werden von den Einsatztrupps, die immer als erste in brennende Gebäude vordringen. Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser hatte im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten noch ein weiteres Argument parat: Wenn die Wehr schnell an einen Unfallort komme und vermute, dass ein Insasse aus dem verunfallten Fahrzeug fehle, dann könne die Kamera noch zeigen, ob jemand auf einem Fahrzeugsitz gesessen hat oder nicht. Die Mitglieder des Feuerschutzausschusses stimmten einstimmig für die Bereitstellung der entsprechenden Mittel in den Haushaltsplan 2013.