Fünf Personen durch Hundebisse verletzt

Polizei erschießt streunende Schäferhunde/

BISSENDORF-WIETZE (r/bs). Beamte des Polizeikommissariats Mellendorf haben
gestern Abend (Donnerstag, 8. September) gegen 18.45 Uhr an der Burgwedeler Straße (Wedemark/Ortsteil Bissendorf-Wietze) zwei herrenlose Schäferhunde erschossen. Die Tiere hatten zuvor insgesamt fünf Personen durch Bisse verletzt,
mindestens zwei davon schwer.
Ein 33 Jahre alter Fußgänger hatte gegen 18.30 Uhr die Polizei gerufen, nachdem er am Eichhornweg von den beiden Schäferhunden angefallen und in die Hand gebissen worden war. Einem 38-jährigen Passanten, der helfen wollte, bissen die Hunde ebenfalls in die Hand. Beide Männer wurden leicht verletzt.
Noch während der Sachverhaltsaufnahme, erhielt die Polizei weitere Anrufe. Demnach sollten sich die Hunde mittlerweile im Bereich der Burgwedeler Straße
in der Nähe der Autobahnbrücke an der Bundesautobahn (BAB) 352 aufhalten. Hier beobachtete eine 44 Jahre alte Autofahrerin - sie war zusammen mit ihren sieben und zwölf Jahre alten Kindern unterwegs gewesen- die umherstreunenden Hunde und wollte ihnen helfen. Nachdem die Frau ihren Wagen angehalten hatte und ausgestiegen war, wurde sie sofort von den beiden Schäferhunden angefallen und durch mehrere Bisse schwer verletzt.
Ein 68 Jahre alter Autofahrer, der die Situation beobachtet hatte, wollte zur Hilfe kommen und wurde ebenfalls mehrfach gebissen, auch er gilt als schwer verletzt. Kurze Zeit später traf eine mittlerweile alarmierte Funkstreife des Polizeikommissariats Mellendorf am Vorfallsort ein. Nachdem ein 53 Jahre alter Polizeioberkommissar aus dem Streifenwagen ausgestiegen war, wurde auch er sofort von den Hunden angefallen und am Arm verletzt - er kam später zur Behandlung in eine Klinik.
Um weitere Gefährdungen durch die offenbar wild gewordenen und völlig
unberechenbaren Hunde zu verhindern, erschossen der 53-jährige Polizist und sein 47 Jahre alter Kollege die Tiere anschließend mit ihren Dienstwaffen. Sowohl die 44-jährige Frau - sie wurde mit einem Rettungshubschrauber geflogen-, als auch der 68-Jährige kamen zur stationären Behandlung in Krankenhäuser.
Heute Morgen (Freitag, 9. September) hat sich der hat sich der 46 Jahre alte Hundehalter beim Polizeikommissariat Mellendorf gemeldet. Gegen ihn leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung durch Unterlassen ein. Wie die Hunde vom gesicherten Grundstück des 46-Jährigen gelangen konnten, ist derzeit unklar. Die Ermittlungen dazu dauern an.