Führungen durch die Natur

Darius (l.) ist fasziniert von den Molchen, die ihm Wilfried Seidel vom NABU zeigt. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Tag der offenen Tür - NABU zeigt Flora und Fauna im Vogelschutzgehölz Burgwedel

BURGWEDEL (bgp). Zahlreiche Gäste besuchten am Pfingstmontag zum „Tag der offenen Tür“ das Vogelschutzgehölz des Naturschutzbundes (NABU) in Burgwedel. Die Naturschutzexperten hatten am Eingang des Geländes Tische mit Vogeleiern, Informationsschriften sowie Anschauungsmaterial aufgebaut und ließen sich von den Besuchern mit Fragen löchern.
Eine Gruppe steht an dem alten Holzturm und hört den Erläuterungen der NABU-Mitglieder zu. „Der ehemalige Schlauchtrockenturm wurde 1973 in Großburgwedel abgebaut und auf diesem Gelände mit einer geringeren Höhe wieder aufgestellt“, so Peter Böer. Außen am Turm sind Nisthilfen für Vögel und Insekten befestigt, auch im Inneren wechseln sich Schleiereule und Turmfalke mit dem Besetzen des Schleiereulenkastens unter dem Dach ab. Rund zwanzig
Vogelarten sind ständig auf dem Gelände vertreten, aber auch zahlreiche „Gastvögel“ seien vorübergehend gesichtet worden, erklärt Vogelkenner Böer.
Insgesamt vier Führungen wurden im Laufe des Tages auf dem Gelände veranstaltet. Jung und Alt erfuhren wissenswertes über Insekten, Vögel und kleine Säugetiere, die im Vogelschutzgehölz leben. Das abwechslungsreiche Gelände bietet mit Urwald, sonnigen Hängen, Gewässer und Streuobstwiese vier verschiedene Biotope für die Tier- und Pflanzenwelt.
Der achtjährige Darius hatte Spaß am „praktischen Biologieunterricht“. Fasziniert betrachtet er ein wassergefülltes Glasgefäß, in dem sich kleine Tierchen tummeln. „Das sind Molche“, sagt Wilfried Seidel und erzählt ihm etwas über die Lebensweise dieser Tierart. Für die Besuchergruppe eröffnet sich eine spannende Welt unter einer alten Holztür, die flach auf dem Waldboden liegt und hochgeklappt werden kann. Darunter wird sichtbar, was sich in diesem Lebensraum alles ansiedeln kann. Asseln, Regenwürmer, Mäuse und eine Nacktschneckenart, die sich „Schnegel“ nennt. „Man lernt doch immer wieder etwas neues kennen“, stellt Gast Andreas Meyer fest und macht sich zufrieden mit dem Fahrrad auf den Heimweg.