Frühlingskonzert des MGV Concordia vor ausverkauftem Haus

Erfolgsgaranten des Frühlingskonzerts: Istvan Szentpali und das Johann-Strauß-Orchester und der Männergesangverein Concordia Großburgwedel. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Interpreten erhielten tosenden Applaus vom begeisterten Publikum

GROSSBURGWEDEL (hhs). Das Frühlingskonzert des Männergesangvereins Concordia Großburgwedel war mit dem vergangenen Samstag beinahe genau auf halber Strecke zwischen dem meteorologischen und dem kalendarischen Frühlingsanfang terminiert, und der Termin scheint genau der Gefühlslage der Burgwedeler Rechnung getragen zu haben. Die Aula des Gymnasiums war beinahe komplett ausverkauft.
„Wenn der weiße Flieder wieder blüht...“, war das musikalische Ereignis dieses Abends betitelt, das versprach leicht-lockere Unterhaltung für Ohr, Herz und Seele mit bekannten Melodien aus Operette und Musical, zum Baumeln lassen der Seele, vielleicht sogar zum Mitsummen. So geschah es auch an diesem Abend, das Publikum ging mit, wippte mit den Füßen, es war beinahe so, als warteten viele auf ihren Einsatz. Schon der Beginn war furios. Istvan Szentpali und das Johann-Strauß-Orchester begannen mit dem Ungarischen Nationaltanz aus der „Verkauften Braut“ von Smetana, eine „Ohrenweide“, ebenso professionell wie perfekt, das war einfach super in einer Leichtigkeit und Freude, wie man es selten erlebt. Zudem gilt der Nationaltanz keinesfalls als leichte Kost in der Orchesterszene. Istvan Szentpali ließ die „Donauwellen“ folgen, dann die „Serenata“ von Toselli und schließlich „Pusztastimmung“ von Alois Pachernegg. Dabei übernahm der Dirigent den Part des Violinensolisten, und das geriet unglaublich. Es hatte den Anschein, Szentpali sei mit dem Geigenbogen in der Rechten auf die Welt gekommen. Selten war in der Aula so tosender Beifall zu hören gewesen.
Danach der erste Einsatz der Großburgwedeler Concorden an diesem Abend, und der beinhaltete sogleich schwere Kost für die Sänger: „Schlag nach bei Shakespeare“ . Zum einen kannte beinahe jeder Konzertbesucher diesen Song aus dem Musical „Kiss Me, Kate“ von Cole Porter, denn von Mitte der Fünfziger bis in die Siebziger war das ein Gassenhauer, der beinahe an jedem Wochenende im TV-Unterhaltungsprogramm untergebracht wurde. Unvergessen die Aufnahmen mit Wolfgang Neuss/Wolfgang Müller oder später mit Harald Juhnke/Wolfgang Völz. So bekannt das Lied ist, so schwierig gilt seine Interpretation. Wichtig dabei ist, eben den sprachlichen Witz des Textes herüber zu bringen, die Alliterationen und das Versmaß. Chorleiter Rudolf Neumann hatte seine Sänger gut eingestellt und das gelang. Rauschender Beifall war auch hier der verdiente Dank. Allerdings sollte man überlegen, ob es nicht besser ist, die Concorden mit mehr Beschallung zu unterstützen, damit sie in einer ausverkauften Aula ihre Klasse auch gut verstehbar bis in die letzte Reihe transportieren können. Vor der Pause noch ein weiterer Höhepunkt: das Motto des Abends, „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“, gesungen von der Sopranistin Dorothee Velten.
Nach der Pause ging es mit ungebrochenem Elan weiter: Der „Slawische Tanz“ von Dvorak, Lehars „Ballsirenen“ und der „Ungarische Tanz Nr. 1“ von Brahms. Darauf folgend der besondere Genuss, „Im Casino, da steht ein Pianino“, die bekannte Melodie aus „Wenn die kleinen Veilchen blühen“ von Robert Stolz, gesungen von Dorothee Velten und Stefan Zenkl. Hier schlug der Applaus der Gäste in Begeisterungsstürme um.