Fröhliches Dorffest in Blau-Weiß in Wettmar

Der Vorsitzende des Vereins, Klaus Rieckenberg, begrüßte kurz die Gäste, erzählte etwas vom Förderverein und bat dann als Prominenten den Vorsitzenden des Schützenvereins zur Tat. (Foto: Renate Tiffe)

Förderverein des Feuerwehr-Musikzuges feierte Oktoberfest

WETTMAR (ti). Gegründet hatte er sich, um den Musikzug der Feuerwehr zu unterstützen, sowohl bei der Werbung für die Kapelle als auch bei der Anschaffung von Instrumenten und Noten. Etwa 50 Mitglieder zählt der Förderverein des Wettmarer Feuerwehrmusikzuges. Einmal im Jahr hat er seinen großen Auftritt im Dorf. Dann wird Oktoberfest gefeiert.
Blau-Weiß ist das Zelt, das für alle Fälle aufgebaut worden ist, blau-weiß sind die Tischdecken und die Dekoration in der Feuerwehrhalle. Diesmal feiert der Förderverein nicht wie sonst in der Heimatdiele, sondern direkt vor dem Feuerwehrhaus – eine nicht nur von den zahlreichen Besuchern gern angenommene, überschaubare Alternative.
Im siebten Jahr seines Bestehens hat das Oktoberfest in Wettmar bereits sein Stammpublikum. Es wechselt im Laufe des Nachmittags und Abends. Zuerst sind es die älteren Semester, die wegen des guten Kuchens kommen „noch selbstgebacken nach richtigen Hausfrauen-Rezepten“, wie eine Besucherin lobt. Zu ihnen und den jungen Familien gesellen sich „nach der Sportschau“ auch die Väter.
Und später am Abend füllt sich die Halle dann mit dem jungen Publikum, das sich zur Disko-Musik vergnügt. Ein richtiges Dorffest, bei dem neben Kuchen und den bayrischen Schmankerln natürlich auch „die Maaß“ Bier nicht fehlt, nur dass sie sich hierzulande auf das zuträgliche Normalmaß beschränkt.
Das Ganze wird von zünftiger Blasmusik umrahmt und von den Keyboard- und Akkordeonklängen von Lars Karrasch. Ach ja, und ein paar Lederbehoste, männliche wie weibliche, mit rot- oder blaukarierten Hemden sind auch dabei.
Um 18.00 Uhr dann der Höhepunkt des Festes: der Bockbieranstich. Der Vorsitzende des Vereins, Klaus Rieckenberg, begrüßte kurz die Gäste, erzählte etwas vom Förderverein und bat dann als Prominenten den Vorsitzenden des Schützenvereins zur Tat.
Andreas Genske griff zur grünen Lederschürze („ich mache das nicht jeden Tag“) und zum Hammer. Und dann zischte der schäumende Gerstensaft aus dem Fass, dass die umstehenden Vereinsmitglieder gar nicht schnell genug mit den Bechern sein konnten. Freibier für alle. Natürlich aus einem Einbecker Fass. Bekanntlich wurde das erste Bier im niedersächsischen Einbeck gebraut und dann nach Bayern exportiert.