Frischmarkt Fuhrberg: Plan-Entwurf geht in die öffentliche Auslegung

Der Baum an der geplanten Fahrbahnaufweitung hat bereits das Laub abgeworfen und wirkt wie tot. (Foto: Renate Tiffe)

Diskussion um die Bepflanzung des Parkplatzes

FUHRBERG/GROSSBURGWEDEL (ti). Eigentlich lag der Plan-Entwurf für den Markt in Fuhrberg lange vor. Er war sozusagen die Voraussetzung des Bürgerengagements für die Lebensmittel-Versorgung vor Ort. Jetzt muss aber das offizielle Planverfahren in Gang gebracht werden. Dafür gab der Planungs-und- Hochbauausschuss der Stadt in der letzten Sitzung dieser Wahlperiode seine Zustimmung.
Die Frage war, ob der Fachausschuss dem Gesamtentwurf folgen oder bezüglich einiger Änderungswünsche des Architekten ins Detail gehen sollte. Wie Stadtplaner Michael Keller erläuterte, sei der ursprüngliche Begriff Verbrauchermarkt ohnehin nicht zutreffend, da die Verkaufsfläche kleiner ist als 800 Quadratmeter. Wichtig sei, dass überhaupt ein Frischmarkt mit einem entsprechenden Angebot entsteht. Soweit waren sich alle Ausschussmitglieder einig. Differenzen gab es aber bezüglich der Bepflanzung. Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt wies darauf hin, dass beispielsweise bei der Planung in Wettmar großer Wert gelegt worden sei auf die Anordnung der Bäume und Sträucher. Am Ortsrand von Fuhrberg werde ein Zweckbau mit untypischen Materialien errichtet, der durch große Bäume verdeckt werden könnte. „Nicht dass in 40 Jahren dann moniert wird, wir hätten alles etwas strenger sehen müssen“, setzte er hinzu.
Die SPD-Fraktion hatte aus optischen Gründen darauf bestanden, neben der Randbepflanzung eine untergliederte Fläche auch für die Beschattung zu schaffen. Ihr liege sehr an einer Gliederung des Parkplatzes, hielt Ratsfrau Angela Brix fest. Mehr auf die Bäume achten wollte auch „Grünen“-Ratsherr Heinz Visel. Er brachte zudem den Straßenbaum ins Gespräch, der bei der geplanten Fahrbahnaufweitung im Weg steht – mit Verlaub, ein nahezu undefinierbarer Baum, vermutlich ein Ahorn, der erheblich am Stamm verletzt ist und derzeit schon wie tot wirkt.
Der Geschäftsführer des künftigen Frischmarktes, Sigmar Tacke, wurde bei einer Sitzungsunterbrechung mit in die Diskussion einbezogen. Er begründete die durchgehende Fläche damit, dass es in Fuhrberg keine größeren Bereiche für Veranstaltungen oder als Aufmarschfläche für die Feuerwehr gebe. Es gehe um technische und nicht um gestalterische Überlegungen. Bezüglich der Baumhöhe meinte er, dass Bäume in der Regel recht zügig wachsen und mit jüngeren Pflanzen Geld gespart werden könne. Anstelle des Baumes an der Zufahrt könne, etwas versetzt, ein neuer Baum gepflanzt werden.
Am Ende entschied sich der Ausschuss einstimmig für die erste Auslegung des Plan-Entwurfs, ausgenommen die Bepflanzung. So wird auf der 6.150 Quadratmeter großen Fläche am westlichen Ortsrand ein weiterer Zweckbau entstehen, wie er auf der gegenüberliegenden Seite der Mellendorfer Straße schon vorhanden ist. Für das Dach ist eine Solaranlage vorgesehen. Dass für die Bepflanzung eine optisch gute Lösung gefunden wird, davon ist Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer überzeugt, der sich im Nachhinein zu der vorgesehenen Auslegung äußerte. Mit Hilfe der ortsansässigen Landschaftsarchitekten dürfte dies keine Schwierigkeit sein.