Freisprechung: Acht Gesellen der Metall-Innung Burgdorf waren erfolgreich

Die Übergabe der Zeugnisse und der Gesellenbriefe wurde von den besten Zukunftswünschen der Mitglieder der Prüfungskommission begleitet. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Alle acht Prüfungsteilnehmer aus der Metall-Innung Burgdorf haben ihre Gesellenprüfung mit Bravour bestanden. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Obermeister Kronfeld: „Sie können ab sofort Ihre Zukunft selbst gestalten“

EHLERSHAUSEN (hhs). Am Donnerstagabend hatte die Metall-Innung Burgdorf zur Freisprechung ihrer diesjährigen Junggesellen ins Restaurant Bähre in Ehlershausen eingeladen. Acht junge Männer strahlten über ihre Gesichter, sie hatten ihre Prüfungen mit Erfolg abgelegt und warteten nun gemeinsam mit ihren Eltern auf den feierlichen Akt der Zeugnisübergabe und der Aushändigung der Gesellenbriefe. Der Obermeister der Innung Peter Kronfeld brachte es in seiner Begrüßung sogleich auf den Punkt: „Sie haben ab sofort die Möglichkeit, Ihre eigene Zukunft selbst zu planen. Jeder neue Geselle erfreut seinen Chef mit Freude und Stolz“, sagte er. Die fundierte Ausbildung der erfolgreichen jungen Leute verglich er mit einem perfekt sortiertem Werkzeugkoffer, mit dem die Junggesellen nun einen neuen Lebensabschnitt angehen müssten.
„Sie haben Ihre Ausbildung in einem Handwerk mit großer Zukunft beendet. Denken Sie immer daran: Qualität und guter Kontakt zum Kunden, Weiterbildung sind die Grundlagen zu Ihrem Erfolg. Es ist ihre Entscheidung, ob Sie die Meisterprüfung anstreben und den Gang in die Selbständigkeit wagen“, fuhr Kronfeld fort. „Lernen ist heute wie Rudern gegen den Strom“, bemühte Kronfeld ein treffendes Bild. „Wer aufhört, treibt zurück“.
dann ging es an die Verteilung der Zeugnisse und der Gesellenbriefe. Die Gesellenprüfung in der Metall Innung Burgdorf wird seit einigen Jahren gemeinsam mit der befreundeten Innung aus Neustadt durchgeführt. Das geschieht zum einen, weil die Berufsbildenden Schulen in Burgdorf diesen Ausbildungszweig noch anbieten, in Neustadt ist das nicht mehr möglich, und zum Zweiten aus Rentabilitätsgründen. Die Durchführung der Prüfung sei aufwändig, sagte Klaus Michalke, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Burgdorf. Elf Prüfer benötige man für eine, und die hätten damit insgesamt 280 Stunden geleistet. Insgesamt habe man 24 Prüflinge gehabt, zwei hätten es nicht geschafft, aus dem Bereich Burgdorf seien acht erfolgreich gewesen, aus Neustadt zwölf.
Die Aussichten für den Berufsnachwuchs bezeichnete Michalke als sehr gut: Die Anzahl der in diesem Bereich arbeitenden Betriebe im Altkreis liege immer zwischen 70 und 80, die Auslastung dieser gelte zur Zeit als befriedigend. Betriebsabmeldungen gebe es eigentlich nur aus Altersgründen, Neugründungen finden statt. Die Zahl der Ausbildungsverträge sinke ständig. „Die demografischen Entwicklung erfasst auch den Altkreis Burgdorf“, fuhr Michalke fort. Haupt- und Realschulen, die eigentliche Klientel dieses Berufszweigs, seien schon vom Rückgang der Schülerzahlen betroffen. Fazit: „Das Handwerk ist auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen. Deswegen werden wir unsere Anstrengungen zwecks Gewinnung geeigneter Bewerber weiter forcieren über Handwerkskammer und Verbände. Das Metallbauerhandwerk ist ein innovativer Bereich, in dem jeder willkommen ist, der ausbildungswillig und ausbildungsfähig ist“.
Als besonders bemerkenswert wurde es gesehen, dass sechs der acht erfolgreichen Gesellen von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen worden sind. Allen anderen Metallern, die nun keine Anstellung erhalten haben oder nach einer Berufspause wieder in das Metallbauhandwerk einsteigen möchten, sei geraten, sich an die „Projekt- und Servicegesellschaft mbH“ der Handwerkskammer Hannover zu wenden. Das ist ein Bildungsträger, der im Rahmen von Praxisvollzeitbeschäftigung in Betrieben zum einen ermöglicht, das gesamte Berufsfeld kennen zu lernen, zum anderen für Zugang in die Metallberufe zu sorgen. Ansprechpartnerin ist Marina Kayser, zu erreichen unter 05131/700791, per Mail m.kayser@fbz-garbsen.de .
Und noch ein Tipp für alle, die sich für den kommenden Ausbildungsjahrgang der Metall-Innung bewerben möchten: Obermeister Kronfeld weiß wie die meisten seiner Kollegen, wohin er zuerst schaut, wenn er ein Bewerbungszeugnis in den Händen hält: „Unentschuldigte Fehlstunden, dann Mathematik, Physik und Deutsch“, sagt er.
Die Prüfung haben bestanden: Eike Baars aus Katensen (Betrieb Michael Wolf, Uetze), Adrian Bernoteit aus Sehnde (Metallbau Burckhard Isernhagen Kirchhorst), Heinrich Busche aus Sehnde Wassel (ASKO Metallbau Burgwedel). Alexander Ehlers aus Lehrte Kolshorn (Klaus Treppenbau GmbH Kolshorn) , Daniel Elpel aus Sarstedt (Prelle Eisenbau GmbH Sehnde), Marcel Koschmieder aus Burgdorf (Metallbau Andreas Kaletta GmbH Burgdorf), Derk-Jannes Lange aus Isernhagen (Rosenhagen GmbH Burgwedel) und Fabio Paladino aus Burgdorf (Heise GmbH Uetze).