Freie Fahrt für Rollatoren

Schatzmeister Lothar Richert (links) und DRK-Ortsverbandschef Gero von Oettingen freuen sich über den neuen "Rollatorweg". (Foto: Dana Noll)

Pflasterarbeiten vor der DRK-Begegnungsstätte an der Wilhelmstraße abgeschlossen

Burgdorf (dno). Freie - und vor allem barrierefreie - Fahrt, heißt es ab sofort für alle Besucher des Aktiv-Treffs an der Wilhelmstraße in Burgdorf. Bislang kämpften sich hier die älteren Mitbürger mit Rollatoren oder Gehhilfen mühsam über ein holpriges Kopfsteinpflaster, um zur DRK-Begegnungsstätte zu kommen.
Für den 1.Vorsitzenden des Burgdorfer DRK-Ortsvereines Gero von Oettingen schon lange „ein Dorn im Auge“: „Normalerweise kommen hier mehr als 1000 Menschen regelmäßig in den Aktiv-Treff. Der unebene Asphalt war eine Belastung für die Besucher, die teils gehbehindert sind und auf einen Rollator angewiesen.“
So wurde zusammen mit dem 2. Bürgermeister Matthias Paul eine Umgestaltung angeregt und ein Antrag im Verkehrsausschuss der Stadt Burgdorf eingebracht. Fast zwei Jahre dauerte der Prozess vom Antrag bis zur Umsetzung. Im Auftrag der Stadt wurden nun rote, ebene und Rollator-freundliche Betonsteinpflaster verlegt. 8.000 Euro wurden in das Projekt investiert. Der Weg ist etwa zwei Meter breit und führt von der Feldstraße bis hin zum Eingang des Aktiv-Treffs.
„Sobald der Treff wieder öffnet, werden die Besucher sicherlich erfreut sein über die Maßnahme“, erzählt Schatzmeister Lothar Richert. Freuen würde sich DRK-Chef Gero von Oettingen, „wenn noch einige Rollatorwege in Burgdorf dazu kämen“. „Vor dem Schloss, am Spittaplatz oder auch zwischen Hannoversche Neustadt und dem Museum würden wir uns ein ebenes Pflaster wünschen“, so der 1.Vorsitzende des Burgdorfer DRK-Ortsvereines weiter, „auch im Sinne vom Slogan der familienfreundlichen Stadt, denn auch mit dem Kinderwagen ist es oft schwierig über das holprige Pflaster zu fahren.“
Aufgrund der Pandemie ist die Begegnungsstätte derzeit geschlossen. Eine Öffnung ist für Oktober geplant. Dazu wurde ein Hygienekonzept entwickelt, das zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Gäste vorsieht. Dazu gehören unter anderem das Tragen eines Mund-/Nasenschutzes, das Hinterlegen der Kontaktdaten, die Wahrung des Mindestabstandes, die Desinfektion der Hände sowie ein Gruppenangebot nur für maximal zehn Personen.
Das Umstellen der Tische und Stühle ist nicht erlaubt und auch ein gastronomischer Betrieb ist nicht vorgesehen. Alle Bodenflächen als auch Oberflächen und Sanitäranlagen werden täglich gereinigt bzw. desinfiziert. Am Funktionstraining im Mehrzweckraum können nur maximal acht Personen teilnehmen, auch hier gilt ein Sicherheitsabstand von zwei Meter.