Freie Fahrt durch Thönse

Freuen sich über den Abschluss der Arbeiten in Thönse: Wettmars Ortsbürgermeister Erwin Fette (von links), Bürgermeister Axel Düker, Ulf-Birger Franz (Verkehrsdezernent Region Hannover), Thönses Ortsbürgermeister Heinz-Theo Rockahr und Joachim Lücke, stellvertretender Ortsbürgermeister von Engensen.

Sanierung der Ortsdurchfahrt abgeschlossen/Sperrung zwischen Wettmar und Engensen

Thönse (bs). Mit dem symbolischen Entfernen der letzten Absperrbake gaben Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, Bürgermeister Axel Düker (SPD) und die Ortsbürgermeister aus Thönse, Wettmar und Engensen am Montag die Thönser Ortsdurchfahrt frei.
Gleich drei große Baustellen hatte Thönse in den letzten beiden Jahren zu verkraften: In Zusammenarbeit mit der Stadt Burgwedel wurde die Ortsdurchfahrt saniert und entlang der Kreisstraßen 116 und 117 entstanden zwei neue Radwege, die Thönse mit seinen Nachbarorten Engensen und Wettmar verbinden. Insgesamt wurden in die Bauprojekte drei Millionen Euro investiert.
Für den Verkehrsdezernenten der Region Hannover, Ulf-Birger Franz, Burgwedels Bürgermeister Axel Düker sowie Heinz-Theo Rockahr, Ortsbürgermeister von Thönse, Erwin Fette, Wettmarer Ortsbürgermeister und den stellvertretenden Ortsbürgermeister von Engensen, Joachim Lücke, war das Ende der Arbeiten Anlass für ein Treffen in Thönse.
„Die Radwege haben eine Breite von 2,50 m und bieten genügend Raum auch für schnelle Fahrräder und E-Bikes“, so Verkehrsdezernent Franz. Damit sei dem stetig wachsendem Radverkehr Rechnung getragen. „Aus Thönser Sicht sind wir sehr zufrieden. Wir haben den langersehnten Radweg nach Wettmar bekommen und die Umsetzung des Buswartehäuschen hat auch geklappt“, freute sich Ortsbürgermeister Heinz-Theo Rockahr (CDU).
Ende 2019 hatten die Region Hannover und die Stadt Burgwedel begonnen, die Ortsdurchfahrt Thönse in mehreren Bauabschnitten entlang der Großburgwedeler Straße, Lange Reihe und Engenser Straße jeweils unter Vollsperrung zu sanieren.
In dem durch Thönse führenden Abschnitt der Kreisstraße 117 wurden die Fahrbahn, die Entwässerungsrinnen sowie der begleitende Gehweg erneuert. In den Ortseingängen aus Richtung Engensen und Großburgwedel sind Verkehrsinseln als „Tempobremsen“ errichtet worden. Die Einmündungen zur K 116 (Wettmarer Straße) und weiterer Seitenstraßen wurden umgestaltet.
Auf der südlichen Fahrbahnseite der Ortsdurchfahrt wurden Fahrradschutzstreifen markiert und auf der nördlichen Fahrbahn Piktogramme, um die Führung des Radverkehrs auf der Straße zu verdeutlichen. Die Bushaltestelle Bruchweg ist nun barrierefrei umgebaut und erleichtert Fahrgästen den Ein- und Ausstieg.
Der benachbarte Zebrastreifen als Querungshilfe wurde durch eine moderne Ampelanlage mit taktilen und akustischen Signalgebern ersetzt. Die Baukosten für diese Maßnahmen in Höhe von 1,6 Millionen Euro tragen die Region und die Stadt Burgwedel.
Lob für die gelungene Vernetzung alter und neuer Radwege gab es von Wettmars Ortsbürgermeister Erwin Fette (Grüne). Die Nutzung der roten Schutzstreifen durch die Fahrradfahrer sei jedoch noch nicht optimal. „Einige befahren die Streifen trotz des klaren Rechtsfahrgebotes sogar in entgegengesetzter Richtung“, beschrieb Engensens Vize-Ortsbürgermeister Joachim Lücke seine Beobachtungen.
Ein weiteres Problem besonders in Wettmar seien die parkenden Autos auf der lediglich mit Piktogrammen versehenen Straßenseite im Ortskern, so Erwin Fette. „Die Straßen in den Ortsdurchfahrten sind zu schmal, um auf beiden Seiten Schutzstreifen anzulegen“, entgegnete Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. Letztlich würde diese Situation aber auch das Tempo des Kraftfahrzeugverkehrs in den Ortsdurchfahrten drosseln.
Während sich die Thönser über das Ende der Verkehrsbehinderungen freuen, geht es in Sachen Fahrbahnsanierung auf der Kreisstraße 119 zwischen Wettmar und Engensen in die nächste Runde: Von Montag, 26. Juli bis voraussichtlich Mittwoch, 4. August wird die Straße zwischen dem Ortseingang Wettmar und dem Ortseingang Engensen für die Sanierungsarbeiten voll gesperrt. Der Verkehr wird entsprechend umgeleitet. Die Zufahrten zum Edeka-Markt über Wettmar und zur Anlage des Golf Clubs Burgwedel über Engensen bleiben offen. Verkehrsteilnehmer müssen mit Behinderungen rechnen.
Die Baukosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 115.000 Euro. Witterungsbedingt kann es zu Terminverschiebungen kommen.