Frauen aus dem Kirchenkreis bereiten Weltgebetstag vor

Symbolgegenstände in der Mitte und Informationen über das Land: in großer Runde erfuhren die Frauen viel darüber, was am 4. März in den Gottesdiensten zur Sprache kommen soll. (Foto: Renate Tiffe)

Das diesjährige Motto stammt aus Chile: Wie viele Brote habt ihr?

BURGWEDEL/ALTWARMBÜCHEN (bs). Etwa 30 Frauen aus dem Kirchenkreis Burgwedel – Langenhagen hatten sich im Gemeindehaus der Christophorus-Kirche in Altwarmbüchen zu einer Werkstatt eingefunden, um den Gottesdienst zum Weltgebetstag am 4. März vorzubereiten. „Wie viele Brote habt ihr“ ist das diesjährige Motto, das aus Chile stammt.
Jedes Jahr am ersten Freitag im März wird in über 170 Ländern der Erde in den Kirchen der Weltgebetstag der Frauen begangen, dessen Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Sein Anliegen ist, die Rolle der Frauen und die Menschenrechte in den ärmeren Ländern der Welt zu stärken. In diesem Jahr rückt Chile in den Blickpunkt der ökumenischen Bewegung, das „spannenlange Land“ an der Westküste Südamerikas. Nicht die verheerenden Ereignisse des vergangenen Jahres – das Erdbeben und die verschütteten Bergleute – gaben den Ausschlag für die diesjährige Wahl. Ein Weltgebetstagskomitee legt meist schon 10 Jahre im Voraus ein bestimmtes Land fest. Die Frauen dieses Landes legen dann die Liturgie für die Gottesdienste fest und das Motto, unter dem sie stattfinden.
Hierzulande werden die Gottesdienste meist in den Abendstunden gefeiert mit einem landestypischen Essen als Abschluss. Angekündigt sind in Bissendorf, in Altwarmbüchen, Fuhrberg, Großburgwedel und Langenhagen als ökumenische Gottesdienste.
Bei der Vorbereitung in der Werkstatt befassten sich die Frauen mit den Gegebenheiten des Landes, den geographischen und historischen ebenso wie mit der augenblicklichen politischen und sozialen Lage. Die Situation der Frauen steht dabei im Mittelpunkt. In der Informationsrunde am Vormittag waren Symbolgegenstände in der Mitte angeordnet, neben Bibel und Kreuz, Weizenkörner, eine Schüssel mit Erde, ein Krug mit Wasser, bunte Tücher und Strohhüte, Körbe mit Brot. Brot ist ein elementares Nahrungsmittel in Chile.
Der ebenso präzisen wie drängenden Frage „Wie viele Brote habt ihr?“ liegt ein Text aus dem Marcus-Evangelium zu Grunde, als Geschichte bekannt als die „Speisung der 5000“. Es geht dabei nicht nur um den Hunger in der Welt sondern auch darum, wieweit jeder einzelne bereit ist, seine Gaben und Fähigkeiten dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden. Der Nachmittag gehörte einer vertiefenden Arbeit in fünf Gruppen. Die Werkstatt wurde geleitet, von der Frauenbeauftragten des Kirchenkreises Doris Stadler.
Als Stärkung zwischendurch gab es ein Mittagessen. Um später in den Kirchen zu einem landestypischen Essen beizutragen, hatten vier Frauen Gerichte zubereitet, wie sie in Chile üblich sind, Eintöpfe, scharf gewürzt mit Chili, eine Linsensuppe und mehrere Dips - dazu viele Brotsorten.