Forum für Patienten

Informationen des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums

GROSSBURGWEDEL (r/bs). In Deutschland leiden etwa vier bis fünf Millionen Menschen an ungewolltem Harnabgang, weitere 800.000 Patientinnen und Patienten unter unwillkürlichem Stuhlverlust.
Nur gut jeder dritte Betroffene ist in ärztlicher Behandlung. Viele versäumen aus Scham und Angst eine Chance auf optimale Hilfe, obwohl sie sich in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt fühlen. Auch weitere Erkrankungen des Beckenbodens wie Scheiden- und Gebärmuttersenkung, End-darmbeschwerden oder Störungen bei der Blasenentleerung werden oft erst spät angesprochen.
Dabei lässt sich in vielen Fällen nach individueller Beratung durch Anpassung der Lebensge-wohnheiten, physiotherapeutischen Übungen oder mit Medikamenten bereits eine spürbare Bes-serung erreichen. Manchmal ist auch eine Operation sinnvoll, welche heutzutage häufig minimal-invasiv durchgeführt werden kann.
Das Klinikum möchte am Donnerstag, 12. Dezember, in der Cafeteria des Klinikums Großburgwedel von 17.30 bis 19.00 Uhr im Rahmen des Patientenforums über die Erkrankungen des Beckenbodens und zeitgemäße Therapien aufklären.
Nach der Begrüßung durch Jasper Koenig (Leitender Oberarzt Urologie, Leiter des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums) und Tanja Semmerling (Fachärztin für Gynäkologie, Koordinatorin des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums), informiert Dr. Alef Alemi, Chefarzt der Gynäkologie, über innovative Operationsverfahren in den Descensuschirurgie.
Weitere Referenten sind Dr. Thomas Menzel (Chefarzt Viszeralchirurgie Lehrte), der über das Thema „Der schwere Toilettengang bei Beckenbodenschwäche – die Chirurgie kann helfen“ spricht. „Blasenschrittmacher bei Über- oder Unteraktivität der Blase“ ist das Thema von Jasper Koenig (Leitender Oberarzt Urologie und Leiter des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums) und Dr. Hanno Lampe (Leitender Oberarzt Viszeralchirurgie Großburgwedel) erläutert „Moderne Hämorrhoidenbehandlung mit Laser“. Nach den Vorträgen ist Raum für Fragen und Diskussionen.