Forstbetriebsgemeinschaft Fuhrberg blickt auf erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurück

Nach zwei strengen Wintern in Folge ist die Nachfrage nach Brennholz in den Bezirksförstereien ungebrochen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mitgliederversammlung am Freitag, 25. März im Gasthaus Bludau, Wennebostel

BURGWEDEL/BURGDORF/WEDEMARK (hhs). Die Forstbetriebsgemeinschaft Forstverband Fuhrberg lädt ihre Mitglieder ein zur Mitgliederversammlung am Freitag, 25. März um 19.00 Uhr im Gasthaus Bludau in Wennebostel, Alter Postweg 8. Auf der Tagesordnung stehen neben den Regularien der Kassenbericht für das Betriebsjahr 2010, Entlastung von Rechnungsführer und Vorstand, Neuwahl eines Kassenprüfers, die Forstreform der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Hierzu wird Forstoberrat Schulte zur Auflösung des Forstamtes Celle und der Neuorganisation der Holzvermarktung berichten. Anschließend wird der Haushaltsvoranschlag 2011 vorgetragen. Es folgen Bericht des Vorsitzenden und die Tätigkeitsberichte der Bezirksförster, Entwicklungen auf dem Holzmarkt und Verschiedenes.
Die Forstbetriebsgemeinschaft Forstverband Fuhrberg betreut die Wälder im privaten Besitz im Bereich der Kommunen Burgdorf, Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen und Wedemark und gliedert sich in der Fläche in drei sogenannte Bezirksförstereien. Die Bezirksförsterei Burgdorf wird betreut von Bezirksförster Wolfgang Knöfel, Burgwedel von Christian Oehlschläger und Wedemark von Jörg Hagemann. Für den Privatwaldbesitzer herrschen gegenwärtig aufregende Zeiten, erläutert Christian Oehlschläger vorab. Die Holzpreise liegen zur Freude aller auf Rekordniveau und die Neuorganisation der Landwirtschaftskammerforstämter mit Wegfall des LWK-Forstamtes Celle und dessen angeschlossene Forstbetriebsgemeinschaften und der Aufbau des neuen Forstamtes Südost-Heide sorgten dagegen für Katerstimmung.
Der Holzeinschlag im vergangenen Jahr sei im Vergleich zum Vorjahr um etwa 12,5 Prozent gestiegen. Insgesamt haben die drei Bezirksförster 20.033,2 Festmeter Holz geschlagen. Das Gros machen Sägeabschnitte aus mit 8.682 Festmeter, gefolgt von Schwachholz mit 7.292 Festmeter und Schwachholz in geringerer Stärke mit 4.050 Festmeter. Stammholz fiel dabei kaum an.
Die Hauungsfläche umfasste insgesamt 316 Hektar, was einen Holzanfall von 63,4 Festmeter je Hektar rechnerisch ergibt. Die 316 Hektar verteilen sich auf 192 Einheiten, im Mittel also 1,6 Hektar groß. Bei dem Holzeinschlag handelt es sich im wesentlichen um Durchforstungs- und Pflegehiebe.
Wo Holz geschlagen wird, muss auch gepflanzt werden: 108 Hektar sind in den drei Bezirksförstereien so mit jungen Bäumen besetzt wurden, davon 95 Hektar mit Buche, Roteiche und Douglasie, 13 Hektar Douglasie und Buche, kaum ins Gewicht fallen die Wiederaufforstungen mit Eiche, Erle, sowie die Nachbesserungen Eiche/Pappel. Diese Pflanzungen fanden auf 54 Flächen statt, was eine Flächengröße von zwei Hektar im Durchschnitt bedeutet. Ferner haben sich die Bezirksförster um Jungwuchspflege und Forstschutz gekümmert. Unter zweitem fällt Mäusebekämpfung, Waldbrandverhütung, Rüsselkäferbekämpfung. Daneben wurden noch 5.689 Bunde Blaubeerkraut verkauft und vier Kurse mit insgesamt 47 Teilnehmern in der so genannten mobilen Waldbauernschule durchgeführt.
Die Lage auf dem Holzmarkt lässt die Herzen der Waldbauern höher schlagen. Die Preise für die Leitsortimente (Kiefernstammholz, Abschnitte und Industrieholz) sind seit Sommer 2010 kräftig angestiegen. Für Kiefernstammholz der Güteklasse B /C werden stolze 70 Euro erzielt, bei Stärkeklasse 3b+ sogar 74 Euro. Für Exportholz in Containerlängen kann geringfügig mehr erzielt werden. Nach dem zweiten strengen Winter in Folge sei die Nachfrage nach Brennholz ungebrochen stark. Für das vom Harvester aufgearbeitete 3-Meter Brennschichtholz kassieren die Bezirksförster 30 Euro pro Raummeter, in Selbstwerbung 15 Euro.
Im Bezug zum Punkt Forstschutz trug Christian Oehlschläger nach, dass im vergangenen Jahr vermehrt beobachtet werden konnte, dass Kiefern, vorzugsweise in Stangenhölzern in Gruppen oder auch einzeln absterben. Häufig stünden diese Bäume in exponierten Lagen wie Waldrand oder Südlage. Es sei schwierig, die genauen Ursachen für das Absterben festzustellen. Ob es sich dabei um Wurzelschwamm, Stangenrüssler oder Blauer Kiefernprachtkäfer handele, eine chemische Bekämpfung sei nicht ratsam, so Oehlschläger, der abschließend saubere Wirtschaft mit großzügiger und rechtzeitiger Entnahme der befallenen Bäume empfiehlt.