Flohmarkt des Kinderschutzbundes lockte mit riesigem Angebot

Der Regen wurde kräftiger und draußen begann die allgemeine Flucht vor den Wassermassen, wenn man keine Abdeckplane dabei hatte. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Starker Regenguss fegte das Außengelände leer

GROSSBURGWEDEL (hhs). Es ist schöne Tradition in Großburgwedel, dass der Flohmarkt rund ums Kind des Kinderschutzbundes immer zu Frühjahrsbeginn stattfindet. In Großburgwedel bietet sich dazu die Mehrzweckhalle an der Grundschule an und natürlich das weitläufige Außengelände. Am Sonntag steht dem schließlich auch nicht die schulische Nutzung entgegen, und eigentlich ist dieser wohl größte Flohmarkt in der Stadt Burgwedel mit allem was der Nachwuchs braucht, immer ein Selbstgänger. So war es auch am vergangenen Sonntag. Die empfindlichen Warenangebote versteckten sich in der Mehrzweckhalle, das etwa Unempfindlichere wurde unter freiem Himmel angeboten, die Reihe der Anbieter war lang.
Eine Stunde ging das alles gut, dann begann der Regen auf ganz hinterhältige Weise: Eine Minute tröpfelte es ein wenig, nicht ernstzunehmen das alles, war auf dem Schulhof zu hören. Eine weitere Minute später war alles Leben draußen nass vom Nacken bis zum Hacken. Wer keine Plane mitgebracht hatte zum Schutz seiner Marktangebote, floh mit allem, was er tragen konnte, Richtung Fahrzeug. Der Regen wollte nicht abreißen und wurde stärker, draußen lichteten sich die Stände verständlicher Weise zusehends. Einige Anbieter konnten noch ein Plätzchen in der trockenen Mehrzweckhalle ergattern. Dort gab es heiße Getränke und leckeren selbstgebackenen Kuchen, und zunächst war einmal allgemeines Wiederaufwärmen angesagt. Dabei gab es ganz derbe Bezeichnungen für diese Art des Wetters zu hören, die Entrüstung über diese Kapriolen des Wetterpatrons waren nicht alle salonfähig.
Aber dennoch, das Restangebot in der Mehrzweckhalle hatte es immer noch in sich: Jede Menge Kinderbekleidung in allen Größen. Viele Mütter hatten offenbar die Sommermode ihrer Kleinen ausgesondert, weil der Nachwuchs aus dieser herausgewachsen war, viele der kleinen Anbieter hatten offenbar für Ordnung in ihrem Kinderzimmer gesorgt. Es fand sich eine unüberschaubare Menge an Spielzeug, wovon auch ein großer Teil den Besitzer wechselte. Klingelte bei den kleinen Anbietern das Geld in der Kasse, dann diskutierten sie ganz offen mit ihren Freunden darüber, wofür sie es denn gleich wieder ausgeben sollten. Eine ganze Sammlung von Barbie Puppen wartete auf einem Tapeziertisch auf eine neue Freundin, während zwei Decken weiter auf dem Hallenboden offenbar der Inhalt eines Bücherschrankes aussortiert lag: Alle Bibi Blocksberg-Bände beinahe vollständig, Käpt'n Blaubär Kassetten und vieles andere mehr weckten die Begierde der Kinder.
Hier drinnen im Trockenen war die Stimmung gut und es fanden auch viele Besucherinnen und Besucher den Weg in die Mehrzweckhalle und die meisten von ihnen verließen den Flohmarkt wieder, mit einem Beutel in der Hand, um ihre Neuerwerbungen nun trocken nach Hause bringen zu können.