„Flinkster“ - Teilen statt besitzen

Start in Burgwedel für das Flinkster Carsharing Projekt (v. l.): Björn Czyborra-Rätsch, Hauke Jagau und Axel Düker vor dem Ford Fiesta. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Carsharing-Projekt startet in der Stadt Burgwedel

GROSSBURGWEDEL (bgp). Carsharing gibt es in vielen großen Städten, im suburbanen Raum ist diese Art, sich ein Auto zu teilen statt es selbst zu besitzen, noch nicht so verbreitet.
Grund dafür ist häufig eine zu geringe Auslastung. Nun hat Carsharing als Pilotprojekt der Region Hannover und Deutsche Bahn (DB) auch in Burgwedel Einzug gehalten: Mit Gehrden, Neustadt am Rübenberge und Springe sind insgesamt vier Kommunen aus der Region Hannover an dem Mobilitätsprojekt beteiligt. Am Donnerstagmittag erklärten Regionspräsident Hauke Jagau und Björn Czyborra-Rätsch, Regionalleiter Nord der Deutschen Bahn-Connect, sowie Stadtbürgermeister Axel Düker zum Start in Burgwedel alles Wissenswerte rund um den Start.
Unter dem Namen der Bahn-Tochter „Flinkster“ sind zwei Ford Fiesta Kleinwagen und ein Ford Transit auf dem Parkplatz am Burgwedeler Rathaus, Fuhrberger Straße 4, stationiert. Um die Autos genügend auszulasten, werden ein Kleinwagen und der Transporter im Fuhrpark der Stadt Burgwedel genutzt und ersetzen Altfahrzeuge, die demnächst neu beschafft worden wären.
„Allerdings können wir nicht komplett auf Carsharing umsteigen“, erklärt Axel Düker und verweist auf die Fahrzeuge der Hausmeister, die dauerhaft mit Werkzeug bestückt sein müssen. Das Projekt sei für Burgwedel jedoch nicht nur betriebswirtschaftlich attraktiv: „Wir leisten als Stadtverwaltung damit einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz“, so Düker.
Auch das Klinikum Region Hannover ist neben der Stadt Burgwedel ein sogenannter „Ankerkunde“, der für eine genügende Auslastung sorgt. In den Randzeiten und am Wochenende können die beiden Fahrzeuge von allen Bürgerinnen und Bürgern gebucht werden. Zusätzlich steht der zweite Ford Fiesta ganztägig für die Öffentlichkeit zur Verfügung.
Die Buchung ist einfach gemacht: Im Internet unter www.flinkster.de oder auf der App registrieren und los geht es. Der Tagespreis für den Kleinwagen liegt bei 5 Euro pro Stunde (nachts zwischen 22.00 Uhr und 08.00 Uhr 1,50 Euro pro Stunde) und für den Ford Transit bei 8 Euro (nachts 1,90 Euro pro Stunde).
Hinzu kommt eine Kilometerpauschale von 18 Cent für den Kleinwagen und 20 Cent für den Transporter. Die Fahrzeuge sind stundenweise buchbar, eine Buchung über Ein- und Mehrtagespauschalen ist ebenfalls möglich. „Weitere Gebühren fallen nicht an“, sagt Björn Czyborra-Rätsch. Im Handschuhfach sei eine Tankkarte deponiert.
Regionspräsident Hauke Jagau ist zuversichtlich, dass sich das Pilotprojekt „Shared Mobility“ auf Dauer in der Region etablieren wird, auch wenn bisher nur die vier Umlandkommunen daran beteiligt sind: „Besonders in kleineren Kommunen scheitert das Auto-Teilen bislang häufig an einer zu geringen Auslastung in der Startphase. Mit unserer Initiative gehen wir einen anderen Weg“.