Firma Bluhm soll in die alte Sandkuhle umziehen

In der Brechanlage wird Bauschutt zerkleinert und sortiert, um später als Material zur Auskofferung von Straßen, Wegen und Pflaster zu dienen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kompromiss über den neuen Standort der Brechanlage

KLEINBURGWEDEL (hhs). Das Gezerre und Geziehe um einen neuen Standort für die so genannte Brechanlage Bluhm hat ein Ende: Der Betreiber der Anlage hat ein geeignetes Grundstück gefunden, dieses liegt nicht im Landschaftsschutzgebiet, er hat es inzwischen erworben und die Region Hannover sowie die Stadt Burgwedel sind sich einig, dass die Firma Bluhm hier weiterhin Bauschutt so bearbeiten kann, dass dieser noch eine sinnvolle Verwendung findet. Das teilte Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt am Donnerstag mit. Damit geht eine zwei Jahre währende Auseinandersetzung zwischen der Naturschutzbehörde der Region Hannover auf der einen und dem Betreiber der Anlage und der Stadt Burgwedel in die Geschichte ein.
Der neue Standort sei geradezu ideal, formulierte es Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt. Es handelt sich dabei um die alte Sandkuhle Kleinburgwedels, aus der das Grundmaterial für viele Bauvorhaben in der Ortschaft über viele Jahre gewonnen wurde. Die Kuhle befindet sich nur knapp 200 Meter entfernt von der jetzigen Brechanlage. Die LKW-Fahrer der Firma Bluhm müssen nun nur eine alte Gewohnheit ablegen: Anstelle der letzten Rechtskurve vor der alten Anlage müssen sie in Zukunft links abbiegen und dann sind sie, wie gesagt nach knapp 200 Metern, schon in der neuen. Der Betrieb unter dem Bodenniveau innerhalb der Kuhle halten Stadt- wie Ortsbürgermeister für ideal. Störungen oder gar Belästigungen sind nahezu auch bei Betrieb der Anlage ausgeschlossen. Die Brechanlage sei komplett abgeschirmt.
Die Bewohner von Hornweg und Heidewinkel, die sich mehrheitlich gegen eine Umsiedlung der Anlage in ihren Bereich ausgesprochen hatten, bräuchten sich nun keine Sorgen mehr zu machen. „Ich freue mich, dass die Bedenken der Mitbürgerinnen und Mitbürger dort berücksichtigt wurden. Der neue Standort in der alten Sandkuhle ist eine für allen akzeptable Lösung“, formulierte es Ortsbürgermeister Jürgen Schodder.
Die Naturschutzbehörde der Region Hannover trage diesen Standort voll mit, erläuterte Dr. Hendrik Hoppenstedt den Sachstand, sichtlich froh darüber, nun endlich die unselige Gradwanderung zwischen den Belangen der Firma Bluhm, den Forderungen der Region Hannover und letztlich auch den Bedenken der Kleinburgwedeler Einwohnerinnen und Einwohner am Hornweg und im Heidewinkel zu einem einvernehmlichen Ende gebracht zu haben. Die Verfahren für Planfeststellung und Bebauung sollen parallel laufen, damit es keine weiteren Verzögerungen bei der Umsetzung des Vorhabens gibt.