Feuerwehr Großburgwedel: Steigerung der Einsätze um 23 Prozent

Ralph Krause (v.r.) nahm die Beförderung zum Ersten Hauptfeuerwehrmann, Dirk Mackenrodt (h.r.) zum Hauptfeuerwehrmann aus den Händen von Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger entgegen. (Foto: Anna Kentrath)
 
Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger lobte den unermüdlichen Einsatz der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel. (Foto: Anna Kentrath)

Kameraden der Feuerwehr blicken auf ein arbeitsreiches Jahr zurück

GROSSBURGWEDEL (ak). Das vergangene Jahr verlangte den Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel einiges ab, wie auf der Jahreshauptversammlung der Wehr am Freitagabend in der Merkzweckhalle der Großburgwedeler Grundschule deutlich wurde. Eine Steigerung der Einsätze um 23 Prozent sei zu verzeichnen, hielt Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger in seinem Jahresbericht fest, von 96 Einsätzen 2009, habe man 2010 zu 118 ausrücken müssen.
„Als Wirtschaftsunternehmen würden wir vermutlich frohlocken bei diesen“ Zahlen, so der Ortsbrandmeister auf die gesteigerten Einsätze Bezug nehmend, doch für die Freiwillige Feuerwehr sehe er eine besorgniserregende Tendenz. Die Großburgwedeler Aktiven der Wehr seien zu 21 Klein- und Entstehungsbränden (davon 10 ausgelöste Brandmeldeanlagen), 9 Kleinbränden, 9 Mittelbränden, 2 Großbränden, 14 Brandsicherheitswachen sowie unglaublichen 63 technischen Hilfeleistungen unterschiedlichster Art ausgerückt. Die Wärmebildkamera sei insgesamt zu 6 Einsätzen außerhalb der Stadt Burgwedel angefordert worden, so Carsten Rüdiger. Das Schneechaos der vergangenen Wochen habe schließlich noch zusätzliche Arbeit mit sich gebracht und teils auch die Kameraden gefährdet.
Insgesamt sei die Wehr in diesem Jahr auf 1.140 reine Einsatzstunden gekommen. Zug 1 leistete 2010 mit allen auch zum Einsatz hinzu kommenden Arbeiten eine Stundenzahl von 1.672, Zug 2 kam sogar auf 2.440. Doch auch die übrige Wehr hatte wieder sehr aktiv gezeigt, allen voran der Musikzug, der Veranstaltungen wie den Laternenumzug, den Weihnachtsmarkt sowie „Musik unter dem Weihnachtsbaum“ bereicherte und so auf 2.486 geleistete Stunden kam. Das konnte die Jugendfeuerwehr sogar noch toppen und setzte sich in der Einzelaufstellung der verschiedenen Abteilungen mit 3.504 Stunden an die Spitze. Auch in puncto Mitgliederzahlen hat die Jugendfeuerwehr einen stattlichen Zuwachs zu verzeichnen. Zählte man 2009 noch 15 Jugendliche, erhöhte sich diese 2010 auf impopsante 25. Durch weitere, kleinere Zuwächse bei den Aktiven sowie den Freunden der Wehr stieg die Gesamtmitgliedszahl von 2009 noch 536 Kameraden auf 550 am 31. Dezember 2010 an. Der Ausbildungsstand sei in der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel „recht hoch und zufriedenstellend“, berichtete Carsten Rüdiger stolz den zahlreichen Anwesenden in der Mehrzweckhalle. Zwei Beförderungen wurden bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung vorgenommen, Dirk Mackenrodt wurde zum Hauptfeuerwehrmann und Ralph Krause zum Ersten Hauptfeuerwehrmann ernannt.
Bei so viel ehrenamtlichen Einsatz, wurde auch 2010, wie ein Jahr zuvor neu eingeführt, der Feuerwehrmann des Jahres gekürt. Die Wahl fiel auf das älteste Mitglied des Musikzuges, Erich Papke. Mit seinen 76 Jahren ist der Tuba-Bläser seit fast 40 Jahre als aktiver Musiker mit von der Partie. Carsten Rüdiger verkündete begeistert, dass sich Papke auch heute noch „keinen Auftritt durch die Lappen gehen“ lasse.
Die Ehrungen zeigten auch in diesem Jahr wieder die jahrzehntelange Bereitschaft der Großburgwedeler Kameraden, sich ehrenamtlich zu engagieren. Hauptfeuerwehrmann Uwe-Thomas Henking und Erster Hauptfeuerwehrmann Carsten Languth schauen auf 25 Jahre aktive Mitgliedschaft zurück, Ehren-Ortsbrandmeister (Hauptbrandmeister der Altersabteilung) Manfred Döpke auf 50 Jahre und Löschmeister der Altersabteilung Rudolf Muss sogar auf unglaubliche 60 Jahre. Mit der Ehrennadel der Region Hannover für besondere Verdienste wurde die Erste Hauptfeuerwehrfrau Barbara Tillmann ausgezeichnet, die sich 30 Jahre lang in einer Männerdomäne durchsetzte und den Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel den „Weg geebnet“ habe, so Carsten Rüdiger. Die Ehrennadel in Silber vom Niedersächsischen Landesfeuerwehrverband erhielt Hauptbrandmeister Thomas Krauthoff.
Angesichts der geleisteten Gesamtstunden der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel im Jahr 2010 stehen solche Ehrungen im ganz besonderen Licht ehrenamtlichen Engagements. „12.534 Stunden, die ihr für das Wohl der Bürger Großburgwedels, Burgwedels, aber auch für die Fahrer auf der Autobahn geleistet habt“, richtete Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger direkt das Wort an die Kameraden und stellte grundlegend fest: „Ihr habt wirklich viel getan, einen super Job gemacht!“ Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt stellte angesichts des hohen Einsatzaufkommens fest: „Sie opfern viel Freizeit“, aber eins sei auch klar, „man bekommt viel Verantwortung und eine großartige Kameradschaft“. In Bezug auf den bewilligten Haushalt unterstrich Hoppenstedt insbesondere die notwendige Investition von 35.000 Euro in die Flachdachsanierung des Feuerwehrhauses.