Feuerwehr Fuhrberg blickt auf ruhiges Einsatzjahr zurück

Alfred Schönrock, Fritz Wöhler und Hermann Bornemann sind 60 Jahre Mitglied in der Ortswehr Fuhrberg. Dafür gab es das Abzeichen in Gold des Landesfeuerwehrverbandes. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Für ihn beginnt jetzt die Feuerwehrkarriere: Steffen Gerns (rechts) wird von Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser verpflichtet und anschließend zum Feuerwehrmann befördert. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser zog eine positive Jahresbilanz

FUHRBERG (hhs). Am Freitag vergangener Woche hatte das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Fuhrberg die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung ins Gemeindehaus eingeladen. Und Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser freute sich schon vor Beginn: Die Beteiligung war hoch und die Tagesordnung für diesen Abend bot keinerlei Juckepunkte. Ruhig und gelassen führte der Ortsbrandmeister durch die einzelnen Punkte: „Ich freue mich sagen zu können, dass wir, was die Einsätze angeht, ein ruhiges Jahr 2012 hatten“, stieg er in seinen Jahresbericht ein.
Die Zahl der Einsätze habe sich in 2011 von 21 im vergangenen Jahr auf 16 verringert. Ein positiver wie erfreulicher Trend, zumal die Ortschaft Fuhrberg von größeren Schäden und Katastrophen dabei verschont geblieben sei. Das vergangene Jahr habe für die Ortswehr hektisch begonnen, ein Viertel der Einsätze hätten schon gleich zu Beginn abgearbeitet werden müssen: drei Hilfeleistungen und ein LKW-Brand auf der L 310 Richtung Celle. Bei einer der Hilfeleistungen habe sich um ein Eichhörnchen gehandelt, das stundenlang bewegungslos in einem Baum gesessen habe. Sein damaliger Stellvertreter Torsten Allert habe das professionell gelöst und das Tier mit dem verlängerten Stiel einer Malerrolle angestoßen, worauf es den Baum dann blitzschnell ohne sichtbare Beeinträchtigungen verlassen habe.
Zwei Fehlalarme haben die Wehr beschäftigt, im April und Mai löschte die Wehr zwei kleinere Brände und sie war beim Brand in Großburgwedel in der Gartenstraße dabei. Es folgten drei Hilfeleistungen, eine Brandwache bei der Einschulungsfeier der Grundschule. Schließlich noch eine Hilfeleistung: In einem Keller war beim Betanken Heizöl ausgelaufen. Zum Jahresabschluss gab es noch zwei Brände abzuarbeiten: Am 28. und 31. Dezember hatten übermütige Jugendliche die Leistungsfähigkeit ihrer Silvesterböller an der Telefonzelle in der Dorfstraße überprüft.
Über Neuanschaffungen gebe es nur wenig zu berichten: Für den MTW sei ein neues Regal angeschafft worden und die Kameraden haben eine Teilrenovierung des Feuerwehrhauses vorgenommen. Für die mühelose Beschaffung von Klein- und auch Großgerät bedankte sich Fleischfresser bei den Damen des Ordnungsamts. Die Wehr verfüge über 363 Mitglieder, davon 57 aktive Kameraden, 35 Musikerinnen und Musiker, 21 Jungen und Mädchen in der Jugendwehr, 33 Alterskameraden und 222 fördernde Mitglieder. Insgesamt habe die Ortsfeuerwehr 9437 Dienststunden geleistet.
Auch der Musikzugführer Heiner Neddermeyer zog eine positive Bilanz. Seine Musikerinnen und Musiker haben sich zu 30 Übungsabenden mit 795 Stunden und weitere 207 Stunden in die Ausbildung investiert. Bei 17 dienstlichen und 13 kulturellen Auftritten seien noch 250 Stunden hinzugekommen. Der Personalverlust anderer Musikzüge sei an den Fuhrbergern bisher vorbeigegangen. Er kündigte an, die musikalische Nachwuchsarbeit weiter auszubauen. Auch Jugendfeuerwehrwart Carsten Möhlenbrink berichtete Erfreuliches: Die Jugendwehr bestehe aus fünf Mädchen und 16 Jungen. Die Ausbildung laufe erfolgreich. Im vergangenen Jahr haben 14 die Jugendflamme geschafft. Anschließend wurde Steffen Gerns in den Kreis der aktiven Kameraden übernommen und verpflichtet und die Mitglieder des Ortskommandos, Stellvertreter und Gruppenführer in geheimer Wahl für drei Jahre neu bestätigt.
Schließlich der Höhepunkt der Versammlung, die Ernennungen und Ehrungen: Zu Feuerwehrmännern wurden Andreas Butschkau, Steffen Gerns und Patrick Schummers befördert. Marc Otte, stellvertretender Ortsbrandmeister ist jetzt Oberlöschmeister. Die Nadel der Wehr für 25 Jahre Mitgliedschaft als Förderer erhielten, Jürgen Drost, Rainer Espey und Hubert Ladwig. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Wilhelm Hasse und Günter Ibsch ausgezeichnet. Hans-Dieter Koch erhielt die Ehrung für 50 Jahre.
Das Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 25 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst erhielten Michael Huse, Marc Otte und Daniel Voigt. Noch länger in der Wehr sind vier weitere Kameraden: die Hauptfeuerwehrmänner Hermann Bornemann, Willi Meyne, der an der Ehrung nicht teilnehmen konnte, Alfred Schönrock und Fritz Wöhler. Dafür erhielten sie das Abzeichen des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes von Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg. Andreas Butschkau wurde Feuerwehrmann des Jahres wegen seines guten Abschneidens bei Lehrgängen.