Feuerschutzausschuss empfiehlt neues TSF für Engensen

Zweimal einstimmiges Votum des Feuerschutzausschusses: Die Ortswehr Engensen erhält ein neues Fahrzeug und die Einstellung einer Feuerwehrkraft wird vorbereitet. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Diskussion über hauptamtliche Kraft für das Feuerwehrwesen

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Donnerstagabend traf sich der Feuerschutzausschuss des Rates der Stadt Burgwedel zu seiner zweiten Sitzung. Die Tagesordnung war überschaubar, nur zwei Punkte, Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) für die Ortsfeuerwehr Engensen und Einstellung einer hauptamtlichen Kraft im Bereich Feuerwehrwesen.
Die Grundausstattung der Engenser Ortswehr ist in Bezug auf ihre Fahrzeuge eindeutig geregelt. Nach der Gebietsreform beschloss der Gemeinderat, alle Ortswehren mit einem Löschgruppenfahrzeug LF 8 auszurüsten. Die Ortsfeuerwehr Engensen hatte damals beantragt, dass der Rat sie mit einem Mannschaftstransportfahrzeug und einem Tragkraftspritzenfahrzeug ausstatten möge. Diesem Antrag wurde damals stattgegeben. Das Mannschaftstransportfahrzeug wurde entsprechend dieser Regelung erst vor drei Jahren erneuert.
Das nun anzuschaffende neue TSF soll den geänderten Anforderungen der Ortswehr Engensen entsprechen und über einen Tank für 500 Liter Löschwasser verfügen. In der Begründung dafür hieß es, es sei bei der Bekämpfung von Entstehungsbränden absolut notwendig, sofort Wasser einsetzen zu können, damit aus einem kleinen nicht schnell ein großer Brand werde. Die Verwaltung bezifferte die Kosten dafür auf etwa 80.000 Euro. Der Feuerschutzausschuss stimmte der Neuanschaffung einstimmig zu und gab eine entsprechende Empfehlung an den Rat ab.
Der nächste Tagesordnungspunkt hatte die Einstellung einer hauptamtliche Kraft für das Feuerwehrwesen zum Inhalt. Der Antrag des Stadtkommandos begründete das damit, es müssten in diesem Bereich sehr viele Arbeiten erledigt werden, die im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit nicht mehr erledigt werden können. Wie beispielsweise Wartungsarbeiten an Feuerwehrgeräten, Betreuung von Schulklassenprojekten und Instandsetzungsarbeiten an den Feuerwehrgerätehäusern. Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg führte in diesem Zusammenhang aus, dass bis vor etwa zwei Jahren der Bauhof der Stadt Burgwedel viele dieser zu erledigenden Arbeiten ausgeführt habe.
Dieser Service sei dann aber wegen Überlastung der Mitarbeiter des Bauhofs eingestellt worden.
„Nun müssen wir das mit unseren eigenen Männern erledigen“, sagte der Stadtbrandmeister. „Wir können bei der Ausführung nicht immer auf unsere eigenen Kameraden zurückgreifen“. Mit diesem Antrag sei auch beabsichtigt, die Politik wachzurütteln und auf diesen Missstand hinzuweisen.
Die am Donnerstag anwesenden Politiker signalisierte zunächst, dass sie diesem Antrag so nicht durchgehen lassen würde. Das Unsicherheitspotential sei zu groß. Die Leiterin des Ordnungsamts der Stadt, Andrea Stroker, brachte das schließlich auf den Punkt. „Was kommt dabei an Zeit zusammen?“ fragte sie und schlug vor, diese Arbeiten wieder vom Bauhof ausführen zu lassen für ein Jahr auf Probe, und wenn das nicht klappe, eine Kraft auf 400 Euro Basis dafür einzustellen. Hierbei gehe es allein darum, Erfahrungen über den Umfang der auszuführenden Arbeiten zu sammeln und über die notwendigen Qualifikationen dieses hauptamtlichen Mitarbeiters.
Axel Düker von der SPD hielt so einen veränderten Antrag für sinnvoll und signalisierte Zustimmung. Auch Heinz Heinicke von der CDU schlug vor, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen. Dann wurde der Antrag verändert formuliert. Der Bauhof wird angewiesen, diese Arbeiten ein Jahr lang auf Probe zu übernehmen und darüber Buch zu führen, die Option einer 400 Euro Kraft bei Überlastung des Bauhofs wird beibehalten. Das Stadtkommando erarbeitet einen Katalog der Arbeiten. Auch hier stimmte der Ausschuss einstimmig.