Feierliche Verabschiedung von Heinz-Jürgen Krüger im Amtshof

Bürgermeister Hoppenstedt (re) sprach dem sichtlich bewegten Heinz-Jürgen Krüger (Mitte) seinen Dank aus und überreichte Krügers Ehefrau Marianne einen großen Blumenstrauß. (Foto: Renate Tiffe)
 
Die stellvertretende Regionspräsidentin Barbara Thiel vereidigte Horst Holderith zum neuen Abschnittsleiter und beförderte ihn zugleich zum Oberbrandmeister. (Foto: Renate Tiffe)

Die Nachfolge im Brandschutzabschnitt V tritt Horst Holderith an

GROSSBURGWEDEL (ti). Im Brandschutzabschnitt V, dem die Kommunen Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen und Wedemark angehören, hat sich an der Spitze ein Wechsel vollzogen. Nach zehnjähriger Amtszeit trat Heinz-Jürgen Krüger aus Wettmar im Alter von 62 Jahren zurück, wie es die Feuerwehrordnung vorschreibt. An seiner Stelle übernahm Horst Holderith aus Neuwarmbüchen die Leitung. An der feierlichen Verabschiedung von Krüger und der Vereidigung von Holderith im Burgwedeler Amtshof nahmen 150 Personen teil.
Durch die Veranstaltung führte Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg. Das Wort hatte zuerst die stellvertretende Regionspräsidentin Barbara Thiel. Sie stellte die Zusammenarbeit mit Krüger als „sachorientiert und mit Augenmaß“ dar. Seine Kollegen schätzten an ihm seine Einsatzbereitschaft, Mut und Disziplin und seine Zuverlässigkeit. Er sei einer gewesen, der über den Tellerrand hinausschaute.
Krüger gehört der Freiwilligen Feuerwehr seit 46 Jahren an. Seine Laufbahn begann bei der Wettmarer Ortswehr. Er war an der Bekämpfung der verheerenden Brände in der Heide beteiligt und hat bei zwei Hochwassereinsätzen seinen Mann gestanden, wie Regionsbrandmeister Bernd Keitel in seiner Laudatio herausstellte. Als Brandschutz-Abschnittsleiter hatte er zugleich die Aufgaben des Leiters der Bereitschaft wahrgenommen. Für den Abschnitt habe er viel vorangebracht und erreicht. Mit ihm gehe eine Ära zu Ende, betonte Keitel. Dabei habe Krüger nie die Bodenhaftung verloren. „Er wusste, wie man mit Menschen umgeht.“ Neben einem „knisternden Umschlag“ hatten die Kameraden zum Abschied noch ein Extra-Geschenk parat: ein Ticket für eine Ballonfahrt „damit er seine Gegend einmal mal von oben ansehen kann“.
In den Jahrzehnten im Dienst der Brandbekämpfung hat Krüger alle Ehrenzeichen verliehen bekommen darunter die höchsten Auszeichnungen, das Feuerwehrkreuz in Silber und in Gold. Eine besondere Ehrung wurde ihm an diesem Abend zuteil. Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt ernannte ihn zum Ehrenbrandmeister der Stadt. Der „große Bahnhof“ im Amtshof zum Abschied war ein weiteres Zeichen der Anerkennung, für das der Regionsbrandmeister ausdrücklich gedankt hatte. Es zeigte zugleich die Wertschätzung der Stadt für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr. Hoppenstedt hatte Krüger einen kompetenten Ratgeber genannt, der notfalls auch einmal den Finger in die Wunde gelegt hatte, wenn er es für richtig hielt. Immer sei es für ihn, der sein Amt mit großem Engagement und sehr viel Herzblut ausgeübt habe, wesentlich gewesen, die Feuerwehr optimal auszustatten und auszubilden.
Verbunden mit der Verabschiedung von Krüger war die Ernennung von Horst Holderith zum neuen Abschnittsleiter. Er wurde von Barbara Thiel vereidigt und zugleich zum Oberbrandmeister befördert. Er sei ein Mann, der wisse worauf es ankommt, sagte sie. Holderith war lange Zeit Ausbilder in der Isernhagener Wehr. Zu seiner künftigen Arbeit wollte er noch nichts sagen, außer dass er sich eine vertrauensvolle, kameradschaftliche Zusammenarbeit und die richtigen Entscheidungen zum Wohle der Bürger wünsche.
Das Schlusswort blieb dem spürbar bewegten Heinz-Jürgen Krüger überlassen, der vor allem Dank sagte - auch seiner Frau Marianne Lindemann und Cornelia Holderith dafür, dass sie ihrem Mann „Zeit gebe“ für sein neues Amt. - Für den musikalischen Rahmen bei der würdigen Verabschiedung des hochverdienten Mitgliedes ihrer Wehr hatte die Wettmarer Feuerwehrkapelle gesorgt.