Feierliche Entlassung von 120 Abiturienten

120 Abiturientinnen und Abiturienten wurden am Freitag im Gymnasium Großburgwedel feierlich verabschiedet. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

„Der diesjährige Jahrgang hat hervorragend abgeschnitten“

GROSSBURGWEDEL (bgp). Am Freitag wurde der Abiturjahrgang 2018 des Gymnasiums Großburgwedel feierlich in den „Ernst des Lebens“ entlassen. Ein Bläserquartett begleitete mit dem Stück „La Générosité“ von Telemann den Einmarsch der festlich gekleideten Absolventen in die voll besetzte Aula, wo sie von gerührten Familien und Lehrern erwartet wurden. Da der Jahrgang besonders groß war, musste ein Teil der Familienmitglieder auf den großen Musikraum ausweichen und den Festakt dort per Videoübertragung verfolgen.
Matthias Heßbrüggen, kommissarischer Schulleiter des Gymnasiums, hob in seiner Laudatio hervor, dass die Abiturienten nicht nur im Hinblick auf die Schülerzahl Stärke gezeigt hatten: „Der diesjährige Jahrgang hat hervorragend abgeschnitten!“ Stolz verkündete Heßbrüggen, dass bei fünfunddreißig von einhundertzwanzig erfolgreichen Absolventen eine Eins vor dem Komma steht. Paula Höltkemeyer erreichte die Traumnote 1,0 mit der höchsten Punktzahl, dicht gefolgt von Paul Ackermans und Birthe Blüthgen, die ebenfalls mit 1,0 abschnitten.
„Jetzt beginnt für Sie der Ernst des Lebens“, ließ Heßbrüggen die junge Schar wissen und sinnierte humorvoll darüber, dass er selbst diesen „pädagogischen Aphorismus“ zu Beginn seiner Grundschulzeit von einem „farblosen Onkel“ erstmals zu hören bekommen habe. Die Schwere dieser Aussage vermochte er nicht umfänglich zu bestätigen, appellierte aber an die jungen Menschen, in Zukunft Verantwortung für sich selbst, für andere und in der Gesellschaft zu übernehmen. „Vergessen Sie nicht die Menschlichkeit“, ermunterte der Schulleiter und rief ihnen zu: „Jetzt geht´s los, packen Sie´s an!“
Der Prüfungskurs Musik von Johannes Grüne sorgte mit „Cheating“ für stimmungsvolle Unterhaltung zwischendurch, bis Bürgermeister Axel Düker seine herzlichen Glückwünsche an die Absolventen richtete.
Dietrich Mörlins sprach für die Eltern und ließ die vergangenen Jahre aus deren Perspektive Revue passieren. Vor allem aber habe der Jahrgang schon in der Unterstufe mit dem Bau des Feuchtbiotops im Innenhof einen „ökologischen Fußabdruck“ von Dauer hinterlassen, lobte er. Dank richtete Mörlins an die Lehrkräfte und an die Stadt Burgwedel, in deren Rat die Sanierung und der Teilneubau des Gymnasiums erst kürzlich beschlossen wurden. Als Fazit seiner Rede zückte er kurzerhand ein großes Handtuch mit dem Aufdruck „Abi 2018“ und erklärte lachend: „Alles in trockenen Tüchern!“ Die Schülervertreterinnen Livia Nirschl und Berit Sagebiel fassten sich kurz und zitierten Leopold Schefer: „Verständig werden ist der Mühe wert“, während Jan Haase und Philina Heistermann einen launigen Exkurs über die Lernstrategien in der Abschlussphase hielten und dem Jahrgang exzellente Perspektiven in „einer Welt voller Chancen und Möglichkeiten“ bescheinigten.