Februar mit roten Zahlen

Fehlstart des Automobilhandels ins neue Jahr

Großburgwedel (r/bs). Der Automobilhandel in Niedersachsen musste auch im Februar seine Verkaufsräume geschlossen halten. Das Ergebnis: rote Zahlen.
Mit minus 16,1 Prozent blieb auch der zweite Monat des neuen Corona-Jahres klar hinter den Vorjahreszahlen. 20.107 (Vorjahr: 23.962) Verkäufe sind Einbußen von fast 3.900 Verkäufen im Jahresvergleich.
Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zu den aktuellen KBA-Länderzahlen, "wie befürchtet war der Start ins neue Autojahr ein kapitaler Fehlstart". Die Statistik weise für die ersten beiden Monate im zweiten Corona-Jahr 39.156 Neuzulassungen und damit ein Minus von 18 Prozent aus.
Dramatisch seien die Rückgänge bei Benzinern und Diesel-Pkw. 8.229 (Vorjahr: 11.860) neue Benziner und 6.161 (Vorjahr: 8.377) Diesel seien eine Einbuße für die Verbrenner von rund 6.000 Neuzulassungen. Dem gegenüber stehe das Segment der alternativen Antriebe mit 5.717 (Vorjahr: 3.719) Neuzulassungen, davon 3.712 (Vorjahr: 2.214) elektrifizierte neue Pkw (BEV und PHEV). Dies seien Zuwächse von 53,7, bzw. 67,7 Prozent. Bley sagte dazu, die mit hohen Subventionen der sogenannten Innovationsprämie "angeschobenen Neuzulassungen" blieben deutlich hinter den Steigerungsraten des vergangenen Jahres.
Die Perspektive des niedersächsischen Automarktes bleibe auch für März "im Würgegriff der Pandemie". Kurzfristig seien keine nachhaltigen Lockerungen zu erwarten, mutmaßte Bley mit Hinweis auf steigende Inzidenz-Werte.
Bley erneuerte seine Kritik an den Lockerungs-Maßnahmen in Niedersachsen. Wörtlich: "Ich kann noch immer nicht einsehen, warum unsere Geschäftsräume bei einer geringen Kundenfrequenz im Automobilhandel geschlossen bleiben müssen." „Click & meet" sei ein richtiger, aber ein zu kurzer Schritt.