FDP Burgwedel legt Wahlprogramm vor: Lebensqualität bewahren und entwickeln

Dr. Isa Huelsz und Dr. Christian Wolff stellten das Wahlprogramm der Burgwedeler FDP vor. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Liberale wollen Politik im Konsens an den Belangen der Bürger orientiert gestalten

BURGWEDEL (hhs). Die FDP Burgwedel geht locker und motiviert in den Kommunalwahlkampf. Das ist der Eindruck, den die Vorsitzende der Burgwedeler Liberalen Dr. Isa Huelsz und Dr. Christian Wolff, Kandidaten für den Stadtrat im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten hinterlassen haben. Das aktuelle Wahlprogramm orientiere sich an den politischen Grundsätzen und Traditionen der FDP, „solide Politik zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger als Markenzeichen der FDP in Burgwedel“, wie es Dr. Isa Huelsz formulierte, „Liberale Kommunalpolitik setzt sich dafür ein, dass der Einfluss der Mitbürger auf die Politik in der Stadt verstärkt und für jedermann durchschaubar wird“. Dazu ist ein Themenkatalog entstanden, der abgearbeitet werden will. Die Ziele der Liberalen sind optimistisch-realistisch: „Wir wollen wieder mit drei Sitzen im Stadtrat vertreten sein, über einen vierten Sitz wäre die Freude groß“, drückt es die Vorsitzende aus.
Es gehe im Kern auch in der kommenden Wahlperiode darum, die hohe Lebensqualität, die Burgwedel seinen Einwohnerinnen und Einwohnern biete, zu wahren und zu steigern. Deswegen werde die FDP eine Politik im Konsens gestalten, die sich an den Belangen der Bürger orientiert. Dazu gehöre zwingend sparsame Haushaltsführung und verantwortungsvoller Umgang mit den Finanzen. „Burgwedel muss auch in Zukunft schuldenfrei bleiben“, formuliert die Vorsitzende das Ziel.
Dazu gehöre eine unabhängige und starke Fraktion im Stadtrat, um diese Ziele zu erreichen. Eine Koalitionsvereinbarung mit einer anderen Partei werde die FDP nicht eingehen, sagte sie auf Nachfrage der Burgwedeler Nachrichten.
Darauf folgen eine Menge von anzugehenden Arbeitsfeldern, zunächst Wirtschaft: Verbesserung des Stadtmarketings, um die Attraktivität Burgwedels weiter zu steigern, Verstärkung der Wirtschaftsförderung und Sicherung der hiesigen Arbeitsplätze, Ausbau der Stellung Burgwedels in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen, Belebung des Großburgwedeler Handels und Gewerbes durch Verbesserung der Parkplatzsituation, Belebung des Großburgwedeler Zentrums, Verbesserung der Grundversorgung in den Ortschaften, Rücksichtnahme bei angedachten Neuansiedlungen von Supermärkten in den Ortschaften auf die eingesessenen Fachgeschäfte. Erhöhungen von Grund- und Gewerbesteuer dürfen nicht stattfinden, ebenso darf es keine neuen kommunalen Steuern geben.
Im Bereich Kindergärten, Kinderbetreuung und Schulen strebt die FDP die Sicherstellung der Krippenbetreuung bei Bedarf auch in den Ortschaften an. In diesem Zusammenhang soll das Tagesmütterprojekt gestärkt werden, ebenso die Nachmittagsbetreuung für Fünft- und Sechstklässler. Zur Stärkung der Hauptschule sei die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gefordert.
Die FDP will das Programm „Hauptschule mit Profil“ unterstützen. Die Albert-Schweizer-Schule muss komplett saniert werden und der neue Rat müsse sich bemühen, das hohe Niveau der Burgwedeler Schulausstattungen zu erhalten. Die „Eigenverantwortliche Schule“ soll eingeführt werden, die Schuleinzugsbezirke will die FDP allerdings aufheben.
Im Bereich Jugend und Sport wollen die Burgwedeler Liberalen insbesondere die Jugendarbeit in den Vereinen fördern und die Präventionsarbeit im Schul- und Jugendzentrum fortführen. Über größere Jugendräume in Fuhrberg müsse nachgedacht werden. Umwelt und Verkehr nehmen im liberalen Programm großen Raum ein. Die Kernpunkte sind: den hohen Freizeitwert Burgwedels erhalten, Unterstützung des Projekts Gartenregion Hannover, Erhalt des Würmsees als Naherholungsgebiet, Ausbau der Geh- und Wanderwege sowie des Radwegenetzes und deren Ausschilderung.
Im kulturellen Bereich will die FDP weiterhin Veranstaltungen fördern, die Beteiligung an der Musikschule Isernhagen & Burgwedel weiterführen, ebenso die Vereinsförderung und die Weiterentwicklung des Kultur-Sponsorings. Die Sozialpolitik sollte sich um die Bestandsgarantie des Krankenhauses in Großburgwedel kümmern und für verstärkte Suchtprävention sorgen. Das finanzielle Engagement bei der Lebensberatungsstelle soll weitergeführt werden, ebenso bei der Seniorenbegegnungsstätte. Soziales Engagement, Eigeninitiative und ehrenamtliche Arbeit solle stärker gewürdigt werden.
Auch das Feuerwehrwesen liegt den Liberalen am Herzen. Sie wollen dafür sorgen, dass die Ausrüstung der Wehren auf dem neuesten Stand gehalten wird. Auch die Anschaffung einer Drehleiter, eventuell gemeinsam mit einer Nachbargemeinde steht im Programm.
Und ein großes Ärgernis wollen sie sich auch vornehmen: Mit dem Spielplatz im Amtspark und seiner Ausgestaltung mit einer Boulebahn sei der Stadt Burgwedel ein großer Wurf gelungen. Nur die Toilette fehle dort, was an einigen Stellen auch ganz deutlich und inzwischen unübersehbar werde. „Das ist ein Unding“, sagt Dr. Christian Wolff, „und hier sollten alle Parteien über Verbesserungen der Situation nachdenken. Eine Toilette muss her!“