Fahrradklimatest 2020

Burgwedel hat sich deutlich verbessert

Burgwedel (r/bs). Vom 1. September bis zum 30. November 2020 konnten Radfahrende in ganz Deutschland über das Fahrradklima in ihren Städten und Gemeinden abstimmen. Das Ergebnis wurde am 16. März veröffentlicht.
Die Stadt Burgwedel nahm zum dritten Mal an diesem alle zwei Jahre stattfindenden und mit Bundesmitteln geförderten Fahrradklimatest teil. Burgwedel erhielt auf der Skala von 1 bis 6 die Note 3,7 - fast genau das gleiche Ergebnis wie 2016 und 2018.
Das ist nicht befriedigend, aber immerhin ein ausreichend. Verglichen mit anderen Kommunen erreichte Burgwedel Platz 102 von 415 teilnehmenden Städten zwischen 20 und 50 Tausend Einwohnern. Besonders moniert wurde die schlechte Kontrolle der Falschparker auf den Radwegen. Dafür gab es die Note 4,6.
Anerkannt wurden die Anstrengungen, das Fahrradklima in jüngster Zeit zu verbessern. 2020 erhielt Burgwedel hier die Note 2.6, eine deutliche Steigerung gegen über 3.8 vor zwei Jahren. Besonders freut sich der ADFC über die Teilnehmerzahlen: 2020 nahmen 173 daran teil. Das ist eine Steigerung gegenüber 2018 auf fast das Dreifache. Es zeigt den hohen Stellenwert, der dem Radverkehr eingeräumt wird.
Die mittlere Note aller teilnehmenden Kommunen war 2020 genauso schlecht wie 2018, nämlich 3.9 . Dass andere noch schlechter abschneiden, ist kein echter Trost. Es ist aber ein deutliches Indiz, dass nicht nur in Burgwedel, sondern allgemein noch viel für den Radverkehr getan werden muss.
Niemand erwartet, dass notwendige Verbesserungen sofort oder innerhalb einer Wahlperiode erfolgen. Der Autoverkehr wurde 100 Jahre lang gefördert, Fußgänger und Radfahrer wurden an schmale Straßenränder gedrängt. Bis vor kurzem wurde die Vision einer autogerechten Stadt verfolgt. Eine menschengerechte Stadt ist ein lohnenderes Ziel.