Es geht um die Zukunft

„Diskutiert mit, bringt euch ein“, appelliert Beimfohr an alle jungen Menschen im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen. (Foto: privat)

Luis Beimfohr in die Landesjugendkammer gewählt

Burgwedel (r/bs). „Diese Arbeit ist genau das, worauf ich Lust habe“, sagt Luis Beimfohr aus der Evangelischen Jugend in St. Petri Burgwedel.
Vom Sprengeljugendkonvent, der Vertretung der Evangelischen Jugend im Sprengel Hannover, wurde er jetzt in die Landesjugendkammer gewählt und nahm vor einigen Tagen an deren konstituierender Sitzung teil. Die Landesjugendkammer ist das zentrale Beratungs- und Beschlussgremium der Evangelischen Jugend in der hannoverschen Landeskirche.
Über einen Mangel an Aufgaben in der Evangelischen Jugend konnte sich Luis Beimfohr auch vor seiner Wahl in die Landesjugendkammer nicht beklagen: In seiner Heimatgemeinde ist er als Teamer und im Gemeindejugendkonvent aktiv; in letzterer Rolle auch im Kirchenvorstand, in den er kooptiert wurde.
Er ist Mitglied im Vorstand des Kirchenkreisjugendkonvents Burgwedel-Langenhagen und wurde von dort gerade erneut in den Sprengeljugendkonvent entsandt. Hinzu kommt das Engagement in Projekten wie dem gerade entstehenden Gemeinschaftsbuch „Warten und wundern“ und dem Jugendfestival in Elze, das im Sommer 2019 mit großem Erfolg gefeiert wurde.
„In der Landesjugendkammer ist die Arbeit noch politischer als bei uns im Kirchenkreis“, stellte Luis Beimfohr während der ersten zweitägigen Online-Sitzung des Gremiums fest. „Es geht bei allen Themen um Zukunft – darum, die Kirche für die kommenden Jahre zukunftsfähig zu machen.“
Er freut sich sehr über das Gefühl, in der Landesjugendkammer inhaltlich und politisch etwas bewegen zu können, und ist gleichzeitig froh über die „Erdung“, die er durch sein Engagement in der Evangelischen Jugend in seiner Gemeinde und im Kirchenkreis hat.
Zwei Themen der Jugendkammer, die am zweiten Sitzungstag bearbeitet wurden, transportierte Luis Beimfohr mittlerweile auch in den Kirchenkreisjugendkonvent Burgwedel-Langenhagen: die Verabschiedung eines Nachhaltigkeitsstandards für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Beteiligung junger Menschen an der Neufassung des Kirchenvorstandsbildungsgesetzes (KVBG).
In einem Prozess, der bereits seit 2018 läuft, arbeitet die hannoversche Landeskirche daran, sich ein neues Gesetz zur Bildung der Kirchenvorstände zu geben, das 2024 erstmals wirksam werden soll. In einem umfangreichen Beteiligungsprozess können Interessierte einzelne Textpassagen oder den gesamten Gesetzentwurf kommentieren und Hinweise dazu geben. „Es ist sehr wichtig, dass wir uns als Evangelische Jugend an diesem Prozess beteiligen“, sagt Luis Beimfohr. „Insbesondere die Jugendlichen, die sich auf Gemeindeebene engagieren – sie betrifft es direkt.“
Nach Ansicht Beimfohrs gibt es am KVBG einiges zu verbessern, um mehr junge Menschen für die Mitarbeit in Kirchenvorständen zu gewinnen: die Herabsetzung der Altersgrenze von 18 auf 15 oder 16 Jahre etwa, oder den Verzicht darauf, sich für eine sechsjährige Amtszeit festlegen zu müssen. „Diskutiert mit, bringt euch ein!“, appelliert Beimfohr an alle jungen Menschen im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen – je intensiver sie sich zu Wort meldeten, desto größer sei die Chance, gehört zu werden.