Erweiterung des Gymnasiums

Bürgermeister Axel Düker und Bereichsleiter Markus Kellner unterzeichneten das 342 Seiten starke Vertragswerk.
 
Auf dem Sportgelände östlich der Aula wird ab April mit den Arbeiten für den Neubauteil des Gymnasiums und die Dreifeld-Sporthalle begonnen.

„Ein großer Meilenstein für die nächsten Jahrzehnte“ - Unterzeichnung des 16-Millionen-Euro-Vertrages für Neubauteil und Dreifeld-Sporthalle

GROSSBURGWEDEL (bgp). Burgwedels Großprojekt „Erweiterungsbau und Sanierung des Gymnasiums“ schreitet voran: Am Dienstag unterzeichneten Bürgermeister Axel Düker und Bereichsleiter Markus Kellner vom ausführenden Unternehmen Depenbrock im Rathaus ein 342 Seiten starkes Vertragswerk für den ersten Neubauabschnitt auf dem Gelände des Gymnasiums. Östlich der Aula soll ab April 2020 ein Neubau für die Sekundarstufe I und eine Dreifeld-Sporthalle entstehen. Der Bauantrag werde bis zum 20. Dezember 2019 eingereicht, die Fertigstellung soll bis zum Juli 2021 erfolgt sein, teilte Projektplanerin Rena Walther vom Planungsbüro Drees & Sommer mit.

Die Größe des Projektes sei ein „Meilenstein für die nächsten Jahrzehnte“, sagte Axel Düker bei der Unterzeichnung des 16-Millionen-Vertrages und räumte ein, dass ihm dieser bedeutende Schritt durchaus eine unruhige Nacht beschert habe. Umso mehr freue er sich, dass der erste Bauabschnitt nun vertraglich unter Dach und Fach sei. Im Hinblick auf die Frage „Sanierung oder Abriss?“ habe sich in lange gereiften Beteiligungsprozessen mit Lehrkräften, Eltern- und Schülervertretern ebenso wie Politikern, der Verwaltung und dem Generalplanungsunternehmen Drees & Sommer eine Lösung herauskristallisiert, die zukunftsweisend sei, so Düker.

Am Dienstagabend stellte Walther eine Visualisierung des Neubaus in der Sitzung des Schulausschusses vor. Jeder Jahrgang der Klassen fünf bis zehn erhält seine eigene Etage mit 80 Quadratmeter großen Klassenräumen, die um einen Aufenthaltsbereich angeordnet sind, der sogenannten „Homebase“. Dort können sich die Schüler treffen und lernen oder ihre freie Zeit verbringen. Sowohl der Neubau als auch der später sanierte Teil sollen modernen pädagogischen Anforderungen gerecht werden und eine angenehme Umgebung bieten. Christiane Concilio, Erste Stadträtin, hob hervor: „Die Schüler sollen sich in der Schule wohlfühlen.“

Nach Fertigstellung des Neubautraktes werde nahtlos mit den Sanierungs- und Abrissarbeiten im Altbestand begonnen, erklärte der Bürgermeister. Die Beeinträchtigungen des Schul- und Sportbetriebes sollten möglichst gering gehalten werden. Die Sorge der Vereine, zwischendurch kaum Sportstätten zur Verfügung zu haben, hatte er bereits im Vorfeld ausgeräumt. Ein Abriss der alten Sporthallen des Gymnasiums werde erst erfolgen, wenn die neuen Sporthallen betriebsbereit seien, betonte Düker in der Sitzung noch einmal.
Das Außengelände um den gesamten Komplex des Gymnasiums soll bis an die IGS als Campus überplant werden, um die enge Verbindung der beiden Schulen auch optisch sichtbar zu machen. „Schließlich wechseln einige Schüler nach der zehnten Klasse von der IGS zum Gymnasium“, so Düker.

Was die Abläufe anbelangt, wollen die Projektplaner nichts dem Zufall überlassen. Die Erschließung der Baustelle, aber auch die Gebäude-Zugänge und die Schülerströme werden vorher genau bedacht, um möglichst geringe Beeinträchtigungen zu haben. „Da soll niemand durch Staubwände und Schutt laufen müssen“, sagte Walther.