Erweiterung der Skateanlage am Freibad ist abgeschlossen

Die Skateanlage bietet jetzt sowohl Inlinern, Skatern als auch BMX-Fahrern alle Möglichkeiten, ihrem Hobby nach zu gehen (Foto: Hans Hermann Schröder)

Jugendliche wirkten aktiv an der Gestaltung mit

GROSSBURGWEDEL (hhs). Uli Appel, Großburgwedels Jugendpfleger, ist richtig stolz auf die Kinder und Jugendlichen Fun-Sportler, denn Anfang dieser Woche konnte die Erweiterung der Skateanlage am Freibad Großburgwedel abgeschlossen werden.
Kostenpunkt etwa 4.000 Euro, das fällt von der Summe her nicht all zu sehr ins Gewicht, was aber wirklich schwer wiegt, ist das Zustandekommen und der Abschluss dieser Maßnahme. Und das ist bisher einzigartig in Burgwedel.
Die Vorgeschichte ist schnell erzählt: Vor sechs Jahren wurde die Skateanlage gebaut. Was zu Beginn voll auf der Höhe der Zeit war, verlor angesichts der rasanten Entwicklungen in diesen Funsportbereichen schnell an Aktualität und damit am Reiz bei den Nutzern.
Im vergangenen Jahr sprachen Funsportler den Jugendpfleger auf das Problem an. Der riet ihnen, das Gespräch mit dem Bürgermeister zu suchen und zuvor genau zu formulieren, welche Veränderungen und Erweiterungen sie denn für notwendig erachteten. „Erstmals bestand von Seiten der Kinder und Jugendlichen auch die Bereitschaft nicht nur zu fordern, sondern aktiv an der Gestaltung einer modernen Funsportanlage teilzunehmen“, erläuterte Uli Appel das weitere Vorgehen.
Die Gruppe setzte sich zusammen, arbeitete ein dezidiertes Konzept für die Erweiterung der Anlage aus und legte das im Mai dieses Jahres beim Bürgermeister vor. Sie hatten sich auch um Preise gekümmert, „etwa 3.000 Euro sollte das kosten“, schmunzelte der Jugendpfleger. „Aber sie hatten die Preise von 2006 zugrunde gelegt...“. Er habe dann selbst sich um einen Anbieter gekümmert, der auch dazu berechtigt sei, die TÜV-Abnahme für die Anlage durchzuführen. Der Bürgermeister gab sein OK.
Unterdessen war eine 3.000 Euro-Spende bei Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt eingegangen, 3.000 Euro aus den Erlösen beim Formaxx-Cup, dem Jugend-Fussballturnier, das immer im Frühjahr in der Sporthalle Großburgwedel stattfindet. Kurt Becker, Trainer des TSV Ramlingen-Ehlershausen und Organisator des hochkarätigen F-Jugendturniers, hatte den Scheck damals für die Jugendarbeit in Burgwedel übergeben, womit die Finanzierung der Maßnahme gesichert war.
Nun finden sich dort zwei neue Geräte, eine Kiste für die Skater und ein Gerät, das aussieht, wie ein über den Bogen auseinander geknicktes Halbrohr für die BMX-Sportler. Die alten Geräte wurden gründlich saniert. Nun herrscht, wenn das Wetter trocken ist, auf der Skateanlage am Freibad wieder guter Betrieb: „Die Erweiterung der bestehenden Skateanlage gibt sowohl Inlinern, Skatern als auch BMXern alle Möglichkeiten, ihrem Hobby nach zu gehen“. Und gleichzeitig würde er gern noch mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen: „Auf der Anlage dürfen keine Fahrräder fahren. BMX, diese Geräte haben zwar eine gewisser Ähnlichkeit zu einem Fahrrad, aber es sind keine. Das sind Sportgeräte und die dürfen die Anlage nutzen“, Immer wieder würden die jugendlichen BMX-Fahrer deswegen angesprochen. Im Übrigen könnten auch geübte Radfahrer die Anlage mit ihren Geräten nicht nutzen. „Damit bricht man sich dort den Hals“, so der Jugendpfleger. „Die BMX-Fahrer springen dort zwei Meter höher als die Anlage drüber, und dürfen das nutzen“.