Eröffnung des Elekronik-Fachmarktes voraussichtlich im Frühjahr 2012

Heiß diskutiert wurde beim IGK-Stammtisch die geplanten Ansiedlung eines großen Elektronik-Fachmarktes auf dem IKEA-Gelände.

Bürgermeister Hoppenstedt bezieht Stellung zur Stadtentwicklung

GROSSBURGWEDEL (bs). Ein derart großes Interesse der Mitglieder am Stammtisch konnte die IGK bisher nur selten verzeichnen: etwa 25 Einzelhändler, Dienstleister und Gewerbetreibende zog es am Mittwochabend in den Kokenhof. Beherrschende Themen waren die geplanten Ansiedlungen von McDonald's in der Kokenhorststraße und der Bau eines Elektrofachmarktes auf dem IKEA-Gelände.
Zu Gast bei der IGK war an diesem Abend Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, der zu beiden Themen Fragen beantwortete und darüber hinaus einen Ausblick auf die weitere Stadtentwicklung gab. Die Ansiedlung eines großen Elektrofachmarktes mache ihn auch nur „eingeschränkt glücklich“, bekannte der Bürgermeister, verdeutlichte aber auch, dass der rund 13 Jahre alte Bebauungsplan, der diese Erweiterung auf dem IKEA-Gelände ermöglicht, nicht angetastet werde. Die Kommune müsste sich sonst auf hohe Schadensersatzforderungen einstellen, so Hoppenstedt.
In den schwärzesten Farben malten die betroffenen Einzelhändler diese Entwicklung aus: Von einer Verödung der Innenstadt Großburgwedels, dem Wegfall von gesicherten Arbeitsplätzen bis hin zum Verkehrschaos an der Kreuzung Kokenhorststraße/Isernhägener Straße...
Letzteres sei bereits von einem renommierten Gutachter geprüft und für machbar erklärt worden, entgegnete der Bürgermeister. Ferner sei der große Elektronik-Fachmarkt nicht nur ein Frequenzbringer für IKEA, das Konsumverhalten habe sich verändert und seit Jahren fließe viel Kaufkraft gerade bei Elektro, Unterhaltungselektronik, Computern und Baumarktartikeln aus Burgwedel ab. IKEA sei für die Kommune ein wichtiger Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler, der mit diesem zusätzlichen Frequenzbringer seinen Standort Großburgwedel stärke, eine nicht von der Hand zu weisende Notwendigkeit mit Blick auf den neuen IKEA-Markt im EXPO-Park.
Zum wiederholten Male erteilte Bürgermeister Hoppenstedt allerdings weiteren Ansiedlungen auf der „grünen Wiese“ eine Absage. Die Stadt werde wie in der Vergangenheit auch zukünftig dafür Sorge tragen, dass den rund 100 Großburgwedeler Innenstadt-Einzelhändlern ein attraktives Umfeld geboten werde. Nach dem Domfront-Platz, dem Von-Alten-Karree und dem Amtspark werde nun das Rathaus-Umfeld verschönert und die Beleuchtung in der Von-Alten-Straße attraktiver gestaltet. „Wir als Stadt können nur den Rahmen gestalten, diesen mit Inhalt zu füllen, ist Ihre Aufgabe“, appellierte der Bürgermeister an die Geschäftsleute.
Weitaus weniger Bedenken hatten die IGK-Mitglieder hinsichtlich der geplanten Ansiedlung eine MCDonald's an der Kokenhorststraße. Hier äußerten sie nur Bedenken darüber, inwieweit der Zulauf dorthin von der Autobahnabfahrt zu Verkehrsproblemen führen könne.
Wie sich diese Neuansiedlungen nun konkret auswirken, ist möglicherweise schneller zu erleben, als so manchem Einzelhändler lieb ist. Die Bauanfrage von McDonald's liegt derzeit bei der Region und die IKEA -Zentrale Deutschland führt seit November vergangenen Jahres Gespräche mit Interessenten für den Elektronik-Fachmarkt in Großburgwedel. „Wir rechnen mit einem Vertragsabschluss in diesem Sommer“, erklärte Simone Settergren, PR-Referentin IKEA-Deutschland, auf Anfrage. Voraussichtlicher Baubeginn sei noch in diesem Herbst, die Eröffnung sei terminiert auf das Frühjahr 2012, so die grobe Planung.