Erfolgreiche Müllsammelaktion rund um Großburgwedel

1.Die Ausbeute von der Strecke Alter Markt/Bahnhofsparkplatz ist auf dem Hänger. Der wurde anschließend schnell voll an der Umgehungsstraße. Foto: Hans Hermann Schröder (Foto: Hans Hermann Schröder)

Wildschweindecke wurde am Springhorstsee gefunden

GROSSBURGWEDEL (hhs). Von vielen fleißigen Händen werden sie jedes Jahr erwartet: Die Müllsammelaktionen, die in allen Ortschaften der Stadt alljährlich zu Frühjahrsbeginn organisiert werden. Die meisten von ihnen waren in diesem Jahr zu früh angesetzt, der lange Winter ließ Müllsammeln nicht sinnvoll erscheinen, der Schnee verdeckte die achtlos weggeworfenen Dinge, die eigentlich aus der Natur, insbesondere von den Straßenränder entfernt werden sollten. Dieses Schicksal ereilte auch die zunächst geplante Sammelaktion in Großburgwedel, am vergangenen Samstag war es dann soweit. Wie immer war Treffpunkt Am Markt, wie immer lag die Organisation in den Händen des Ortsrates, der, auch wie immer, vollständig und geradezu vorbildlich mit sammelte.
Trotz der Terminverschiebung fanden sich am Treffpunkt eine Menge freiwilliger Sammler ein, sehr viele Kinder und Jugendliche, viele davon mit einem Elternteil, Schülerinnen und Schüler aus der Pestalozzi-Stiftung mit einigen Lehrern und wie immer die örtliche Jugendwehr. Ortsbürgermeister Otto Bahlo, der sich anfangs wie seine Ratskollegen einige Sorgen darüber gemacht hatte, ob es an diesem Morgen ausreichend Teilnehmer geben würde, konnte beruhigt aufatmen. Es waren beinahe mehr als genug, auf jedem der Anhänger fanden sich die Sammler ein, um damit an die bekannten Sammelschwerpunkte zu fahren.
Es sind die Ausfallstraßen aus Großburgwedel heraus, die jedes Jahr wieder die Schwerpunkte bilden: Von der Autobahn bis Isernhagen, die Umgehungsstraßen, die Kreisstraßen nach Kleinburgwedel, Thönse und Isernhagen FB. Hier fliegen mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder Fast Food Verpackungen und leere Getränkedosen und -flaschen aus den Fahrzeugen, schnell waren die ersten Müllbeutel gefüllt, und immer wieder machten insbesondere die jüngeren Sammler ihren Unmut über diesen unnötigen Dreck in der Landschaft Luft: „Die sollte man alle bei der Polizei melden“, schimpfte ein Mädchen, dass mit ihrer Freundin nur um den Parkplatz am Bahnhof zwei Beutel gesammelt hatte. Wenn das wenigstens Sinn machen würde, fragte man sich unwillkürlich, man müsste die Schmutzfinken schon auf frischer Tat erwischen und besser noch dabei fotografieren, gab ein Vater zu bedenken.
Gegen Mittag hatten die fleißigen Sammler alle Bereich geschafft, die sie sich vorgenommen hatten. Unter den Funden entdeckten sie Kurioses: In einem Beutel ein Wildschweindecke in der Nähe des Springhorstsees, ganze Bündel mit Zeitungen, Computerschrott, alte Autoteile und so fort. Dieses alles wurde dann zu einem Container auf dem Bauhof der Stadt gebracht, der in dieser Woche von aha abgeholt wurde. Anschließend ging es zum Feuerwehrhaus, wo es zur Belohnung für den uneigennützigen Einsatz für alle flüssige und feste Verpflegung gab.