Enttäuschung und Freude beim Mittsommernacht-Shopping

So sollte es sein: Entspannte Einkaufsatmosphäre in der Boutique „Lohr - Mode für Sie und Ihn“. (Foto: Birgit Schröder)

Nur wenige Einzelhändler machten gute Geschäfte

GROSSBURGWEDEL (bs). Eine durchwachsene Resonanz zogen Kunden und Einzelhändler nach dem nunmehr dritten Mittsommernacht-Shopping im Zentrum Großburgwedels. Einsam und verlassen die Von-Alten-Straße, lediglich rund um das Von-Alten-Karree war ein klein wenig mehr Betrieb. „Das ist schon enttäuschend, hier ist ja gar nichts los“, monierten die wenigen Besucher, die sich zu einem Bummel in die sogenannte Großburgwedel Einkaufsmeile aufgemacht hatten.
Dabei hatten sich einige der Fachgeschäfte richtig ins Zeug gelegt, um ihre Kunden zu verwöhnen. Bei Schreib-Chic hatte Inhaberin Heidrun Pollmann kleine köstliche Leckereien gebacken, Blätterteigtäschchen mit Schafskäse und gerollte Pfannkuchen gefüllt mit Lachs, dazu gab es Prosecco. Angesichts der wenigen Kunden, wurden die kleinen Schmankerln freigiebig an alle Vorbeikommenden verteilt. „Es ist wirklich schade, dass kaum jemand unterwegs ist“, kommentierte Anne Buhrau, die mit Freundin auf Shopping-Tour war und bei Schreib-Chic, die Gelegenheit zum gemütlichen Plausch nutzte.
Volles Haus konnten indes Dessous & Wäschemoden Werner, „Dressed by Hillen“ und „Lohr – Mode für Sie und Ihn“ vermelden. Bademoden, Hosen, T-Shirts und Blusen waren heiß begehrt. Während die Herren der Schöpfung gemütlich mit einem Gläschen Prosecco auf dem Sofa saßen und klönten, hatten Ursula Lohr und ihr Team alle Hände voll zu tun, den Wünschen und Fragen der Kundinnen nachzukommen, aber die Atmosphäre war wie gewünscht. Locker und entspannt.
Nicht ganz glücklich mit dem Termin 30. Juni war Karin Militky, Inhaberin von „Gabrielamoden“. „Heute spielen doch unsere Fußballfrauen, wäre jetzt Fußball-EM der Männer, kein Mensch wäre auf den Gedanken gekommen, das Mittsommernacht-Shopping ausgerechnet an diesem Abend zu machen.“ Die Resonanz ihrer Kunden sei mäßig, aber wenn so eine Aktion gemacht wird, sei es für sie selbstverständlich daran teilzunehmen, so Karin Militky. Auch Kerstin Klippel-Westphal und Carolin Klippel nahmen die ausbleibende Kundschaft mit Gelassenheit. „Klar hatten wir uns ein bisschen mehr erhofft, aber das Wetter lockt nun auch nicht gerade nach draußen und dabei sein ist eben alles“. Allerdings sei es ärgerlich, dass nicht alle Geschäfte geöffnet seien.