Entdeckertag bei Moss Delikatessen machte Lust auf Weihnachten

Der Digestif zum krönenden Abschluss: Edle Grappas, die überzeugten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kulinarische Entdeckertour durch die Delikatessen

GROSSBURGWEDEL (hhs). Alljährlich kurz vor dem Beginn der Vorweihnachtszeit bietet Moss Delikatessen für seine Kunden einen Entdeckertag an. Dabei stellen die Spezialisten für den guten Geschmack die Neuigkeiten auf dem nahezu schon unüberschaubaren Markt für Delikates vor: Edle Kreationen aus Fisch, Leckeres von Geflügel und Wild, dazu die passenden Weine und für hinterher die Digestifs, süße Dinge zum Fest und vieles mehr. In diesem Jahr fand das Ereignis am vergangenen Samstag statt und nicht am letzten Sonntag vor dem Advent.

Das habe seinen Grund, hieß es aus dem Hause Moss. An den Sonntagen in den Vorjahren habe man seine Kunden nur zum Probieren einladen können. Verkaufen durfte man nichts. „Die Kunden waren unzufrieden, weil sie die Leckereien, die sie zuvor probiert hatten und nun gern mitnehmen wollten, erst am folgenden Montag genießen konnten“, sagte Kerstin Moss. Klar, dass das für Unfrieden sorgte: Das war in etwa so, als ließe man ein durstiges Kind eine Brause probieren und sagt, es dürfe die erst einen Tag später austrinken.
Diese Reaktion auf den veränderten Termin erwies sich als genau richtig: Die Kunden kamen in großer Zahl, so dass zeitweise kaum ein Bein bei Moss Delikatessen an die Erde zu bekommen war.
Schon der Eingangsbereich draußen verlockte: Dort war eine winterliche Bar mit offenen Feuerkesseln der Hingucker von Hof-Floristik, und natürlich die heißen, der kühlen Witterung angepassten heißen Getränke.
Auf besonderen Zuspruch stieß die Vorstellung einer neuen, aus Schweden stammenden Kaffeemaschine drinnen, die das volle Aroma des Kaffees erhält und trotz Erhitzen keine Bitterstoffe entstehen lässt.
Einen Schwerpunkt fand man bei Geflügelprodukten: Hier bestachen die geräucherten Enten- und Gänsebrüste, Leberpasteten und Würste, dazu elegante junge Weine. Ein Novello aus Venetien überzeugte mit geringer Säure und einem phantastischen Bouquet. Der Beaujolais dagegen, ein milder Primeur, setzte zwar keinen Kontrapunkt, überzeugte aber mit einer gelungenen Kombination von Fruchtgeschmack und dezenter Säure.
Gleich nebenan lockte die Käsetheke und gegenüber die außergewöhnlich leckeren süßen Dinge fürs Weihnachtsfest. Der handgemachte Elisen-Lebkuchen war jede Sünde wert, ebenso das Marzipan. Und als der Patisseur eintraf und die kleinen schön anzusehenden und verlockenden Produkte seiner Kunstfertigkeit vorstellte, gab es für viele kein Halten mehr.
Auch die Freunde der Fische und Meeresfrüchte erlebten ihr Highlight: Französische Austern, dazu ein Gläschen Champagner oder edlen Weißen, da konnte niemand dran vorbeigehen. Oder Garnelen in unterschiedlichen Dressings, Lachs in allen Variationen, mariniert, geräuchert oder als Berliner Lachs. Hier kamen alle auf ihren Geschmack.
Und schließlich gab es eine Lehrstunde in Sachen „Grappa“ zum krönenden Abschluss des Probier-Rundganges durch die Delikatessen. Hier wurden einige Sorten vorgestellt, die auch die eingefleischtesten Grappa-Verweigerer überzeugt haben, mit viel Geschmack, mild im Abgang und einer edlen Note im Nachgeschmack.