Engenser Ortswehr feierte Richtfest am neuen Unterstand

Uwe Balke, Ortsbrandmeister in Engensen, und Zimmerer Michael Liermann eröffneten das Richtfest zunftgemäß mit einem Richtspruch. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Hübsches Fachwerkgebäude wurde in Eigenleistung erstellt

ENGENSEN (hhs). So knappe 50 Engenser fanden sich am Samstagnachmittag hinter dem Feuerwehrhaus ein, trotz des kühlen Wetters und einiger drohender Regenschauer: Die Ortswehr hatte zum Richtfest geladen an ihrem neuen Unterstand, den die Kameraden in Eigenleistung gebaut hatten. Mit dem neuen, bisher wirklich hübsch geratenen Gebäude wollen sie dem räumlichen Notstand entgegenwirken: Alle Dinge, die die Wehr zwar haben muss aber nicht täglich braucht, sollen darin ihr neues Zuhause finden. Oben am First war eine geschmückte Birke angenagelt, als Zimmermann Michael Liermann und Ortsbrandmeister Uwe Balke hinaufkletterten auf der Leiter, um den Richtspruch zu halten.
Das ging zügig, Michael Liermann, der das Fachwerk des kleinen Gebäudes erstellt hatte, scheint kein Freund der langen Rede zu sein, oder aber er hatte nur Mitleid mit den anwesenden Damen, die in der zugigen Ecke die Mäntelkragen ganz nach oben geschlagen hatten, man merkte, der Herbst ist endgültig da. Ortsratsfrau Ilona Laue war anwesend, ebenso Ortsbürgermeister Friedhelm Stein. 500 Euro hatte der Ortsrat dem Bauvorhaben beigesteuert.
Uwe Balke, der den Bau geleitet hatte, bedankte sich bei seinen Kameraden für die Unterstützung. „Wir haben das gemeinsam in nur viereinhalb Wochen hinter uns gebracht“, freute er sich. Allein beim Schütten des Fundamentes hätten sich 14 Freiwillige eingefunden. Bisher habe kein Arbeitsdienst ausfallen müssen mangels Beteiligung. Und natürlich hoffe er, dass diese hohe Bereitschaft zur Mitarbeit andauern werde. Das Dach müsse noch eingedeckt und nach Möglichkeit müssen auch noch die Gefache ausgemauert werden. Liermann hatte das schon angekündigt am Ende seines Richtspruches: „Nun muss uns Uwe noch vollenden mit seinen kunstgeübten Händen, das Innere sorgsam schmücken aus, dann wird’s für wahr ein prächtig Fachwerkhaus“. Damit war auch klar, wer diese Maurerarbeiten übernimmt.
Dann ein anschließendes Lob an Zimmerer Michael Liermann, der schnell und präzise gearbeitet habe. Zunftgerecht tranken die beiden oben auf dem Dach einen Korn und zertrümmerten die Gläser dann unten auf dem Pflaster. Nach alter Überlieferung soll das Glück bringen für den Neubau. Dann gab es auch für die Gäste, die den beiden Reden kräftigen Applaus gezollt hatten, kühle Getränke, zur Überbrückung der Zeit bis 17.00 Uhr, denn zu dem Zeitpunkt waren alle zum gemeinsamen Essen eingeladen.