Engagierter Umwelttag der Fuhrberger Grundschule

Während Peter Böer Schulleiterin Andrea Halden ins Innere des Bienenkastens schauen lässt, erklärt Uwe Siemers den Kindern, wie die Bienen ihre Waben bauen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Maria-Sibylla-Merian Schule wird „Offene Ganztagsschule“

FUHRBERG (hhs). Die verlässliche Grundschule in Fuhrberg hatte sich vor ein paar Jahren einen Namen gegeben: Maria-Sibylla-Merian-Schule nennt sie sich jetzt, und der Name ist gewissermaßen Programm für die Lehrkräfte wie für die Schülerinnen und Schüler. Maria-Sibylla Merian, 1647 geboren, war und ist eine bemerkenswerte Frau. Sie war eine engagierte Naturforscherin, eine großartige Künstlerin und sie nahm, für die damalige Zeit ausgesprochen ungewöhnlich, ein selbstbestimmtes Leben für sich in Anspruch. Sie entdeckte die Metamorphose der Schmetterlinge und begründete damit die moderne Insektenforschung. Da sie als Spross einer Künstlerfamilie über die entsprechende Ausbildung verfügte, setzte sie ihre wissenschaftlichen Forschungen in unvergleichlichen und einzigartigen Kupferstichen um. „Umweltthemen spielen bei uns eine große Rolle“, sagt Schulleiterin Andrea Maria Halden bescheiden bei der Führung zu den Aktionen des Umwelttags.

Zuerst geht der Marsch zu den Gruppen vor den Eingangsbereich der Schule. Hier haben die Schülerinnen und Schüler am Morgen für Ordnung in den Beeten gesorgt. Unkraut haben sie entfernt, dann den Boden leicht aufgelockert und dem etwas eintönigen Grau von Mutterboden und Schulhofpflaster mit hübschen bunten Blumen einen Kontrapunkt gesetzt. Etwas weiter am Rand haben Uwe Siemers und Peter Böer die Tischtennisplatte besetzt. Die beiden Urgesteine des NABU Burgwedel Isernhagen haben einen einsehbaren Bienenkasten mitgebracht und weihen die Kinder in das Leben der Honigbienen ein. Auf der anderen Seite des Schulgebäudes ist eine Rasselbande dabei, mit Schlauch, Harken und Hacken den kleinen Tümpel wieder in Schuss zu setzen. Drei Jungs schrubben unterdessen die Holzbänke, die drumherum stehen. Etwas weiter, in Höhe des Lehrereingangs, sind die Beete auch im neuen Glanz erstrahlt. Man sieht: Hier ist in den vergangenen Jahren eine ganze Menge entstanden, und das will gepflegt und erhalten werden.
Auch das „grüne Klassenzimmer“, der Kräutergarten, ist nicht zu kurz gekommen. Hier haben die Schülerinnen und Schüler zum einen Kräuter nachgepflanzt und zum anderen in den bestehenden Beeten für Ordnung gesorgt und alles gegossen. Immer wieder zeigen und erklären die Kinder mit berechtigtem Stolz, was sie selbst gepflanzt oder anderweitig gestaltet haben, Und sie achten darauf, dass man mit dem Fuß nicht zu nah an die zierlichen Pflänzchen gerät. „Das was die Kinder hierbei lernen, wird in Zukunft ihr Verhalten prägen“, so Andrea Halden. Die Natur schützen kann nur, wer sich Wissen über die Bedeutung der Umwelt angeeignet hat“.