Elli Dannenberg feierte ihren 100. Geburtstag

Elli Dannenberg feierte ihren 100. Geburtstag. (Foto: Renate Tiffe)

„Fit bin ich doch immer noch“

THÖNSE (ti). Es mag sein, dass in großen Häusern ein 100. Geburtstag nicht mehr ganz so selten ist. Im familiär geführten Alten- und Pflegeheim „Am Kiefernpfad“ in Thönse war der 100. Geburtstag von Elli Dannenberg ein Ereignis, das den ganzen Tag über gefeiert wurde. Den Ehrungen und Gratulationen vormittags schloss sich ein bunter Nachmittag für das ganze Haus an.
Der offizielle Empfang am spätern Vormittag brachte die hochbetagte Jubilarin keineswegs aus der Fassung. „So, haben die alle an mich gedacht“, fragte sie etwas ungläubig nach, als die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz die Urkunde des Niedersächsischen Ministerpräsidenten und des Regionspräsidenten („im Namen von über einer Million Einwohnern“) überreichte. Neugierig schaute sie in den Präsentkorb. Es war schon der zweite an diesem Tag neben anderen Geschenken.
Burgwedels stellvertretender Bürgermeister Heinz Visel hatte die herzliche Gratulation der Stadt überbracht. „Machen Sie weiter so“, hatte er hinzugefügt, „und wenn etwas nicht in Ordnung ist, sagen Sie´s dem Ortsbürgermeister“. Heinz-Theo Rockahr, dessen Frau Cornelia das Haus leitet, lächelte versonnen. Die neue Pastorin aus Wettmar, Reni Kruckemeyer-Zettel begrüßte die Seniorin mit einem „Herzlich willkommen“. Sie sei eine gläubige Frau, die noch alle Zehn Gebote auswendig könne“, bemerkte ihre Betreuerin. „Hab ich von meiner Mutter gelernt“, ergänzte die Jubilarin, und gab später beim Aufsagen eines langen Gedichts eine Probe ihres Gedächtnisses.
Elli Dannenberg ist gebürtige Hannoveranerin. Sie hat dort lange Zeit gelebt, war mit einem Handwerker verheiratet und hat eine Tochter, zu der sie nach dem Tod ihres Mannes im Alter nach Großburgwedel zog. Nach einem Unfall ist sie mit 87 Jahren in das Alten- und Pflegeheim gekommen. „Wir kannten sie schon, als sie noch richtig fit war“ erzählte Betreuerin Erna Sülzle einem Geburtsgast. Worauf die 100-Jährige einwarf: „Fit bin ich doch immer noch“.
Sportlich sei sie immer gewesen und hat auf ihre schlanke Figur geachtet, was sie heute noch tut. Sie ist gern unter Menschen und dann auch immer zu Scherzen aufgelegt, wie Frau Sülzle berichtete. Aber sie zieht sich auch gern zurück und spielt dann nicht selten auf ihrer Mundharmonika. Mit der Familie wurde am nächsten Tag gefeiert.