Einzug nach den Herbstferien

Die städtischen Architektinnen Claudia Kröger (v. l.) und Stephanie Klein auf dem neu entstehenden Innenhof der Grundschule Kleinburgwedel. Links befindet sich der umgebaute Eingangsbereich, der mittlere Mensatrakt verbindet das Gebäude der Bücherei (r.), die parallel zum Moorweg gebaut wurde. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Im nördlichen Trakt wurden nach dem Abriss der alten WC-Anlagen neue Toiletten, Büros und ein Werkraum untergebracht. Der vorgelagerte Schulhof wurde neu gestaltet. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Umbau und Erweiterung der Grundschule Kleinburgwedel geht voran

KLEINBURGWEDEL (bgp). Türen, die direkt aus den Räumen im Erdgeschoss nach draußen führen, eine neue Mensa mit Blick auf den umgestalteten Schulhof und vieles mehr an Neuerungen wird es nach Ende der Bauarbeiten in der Grundschule Kleinburgwedel geben: Die städtischen Architektinnen Claudia Kröger und Stephanie Klein führten am Freitag gemeinsam mit Bürgermeister Axel Düker durch das Gebäude und erläuterten den Baufortschritt.
Der Altbau wurde in südwestlicher Richtung zum Moorweg erweitert, der nördlich gelegene alte WC-Trakt abgerissen und der gesamte nördliche Baukörper mit einem parallel verlaufenden Gebäuderiegel versehen. Darin untergebracht sind neue WC-Anlagen, ein Werkraum und Büros für die Verwaltung. Die zentrale Pausenhalle wird saniert und bleibt im Grundriss erhalten. Sie dient als Treffpunkt und ist gleichzeitig Eingangshalle, deren große Außentür zum neu entstandenen Innenhof etwas versetzt wurde und mit einer barrierefreien automatischen Schiebetür versehen wird.
Durch die Barrierefreiheit ist inklusiver Unterricht möglich: „Wir können im Erdgeschoss alle Fächer barrierefrei anbieten“, freut sich Axel Düker. „Wir mussten auf die sich ändernden Entwicklungen wie Ganztagsbetreuung und Inklusion mit dem Neu- und Umbau reagieren“, erläuterte er.
So gibt es dort für die Jahrgänge 1 bis 4 jeweils einen barrierefreien Klassenraum, auch die restlichen Bereiche im Erdgeschoss sowohl im Bestand als auch im Neubautrakt sind für Menschen mit Handicap gut erreichbar.
Behindertengerechte WC’s gehören im Erdgeschoss ebenso zur Ausstattung wie rollstuhlgerechte stufenfreie Durchgänge zu den verschiedenen Gebäudeteilen. Im Obergeschoss befinden sich weitere vier Klassenräume, die durch einen separaten Garderobenraum ergänzt werden. Aus Brandschutzgründen dürfen sich weder auf den Gängen noch in den Klassenräumen Textilien befinden. Im Erdgeschoss ist das nicht nötig, da die Klassenräume dort die zusätzlichen Außentüren haben.
Die Mensa ist mit einer Kapazität von 100 Essensteilnehmern kalkuliert worden. Die Ausgabe erfolgt in Schichten, das Essen wird in vorgegartem Zustand durch einen Caterer geliefert.
Die gekühlten Speisen werden in einer Regeneriereinheit aufgewärmt und fertig gegart. In der Mensaküche wird es noch einen Vorbereitungsbereich für kalte Speisen geben, weitere Zubereitung ist jedoch nicht vorgesehen. „Hier entsteht noch eine ’Schnippelküche’, damit die Eltern das gesunde Frühstück vorbereiten können“, erläutert Claudia Kröger und weist auf einen Bereich gegenüber der Essensausgabe. Dort soll eine Küchenzeile installiert werden, an der Obst und Gemüse geschnitten werden kann. „Die Mensaküche darf aus hygienischen Gründen nur vom Fachpersonal genutzt werden, die Eltern dürfen dort nicht hinein“, lässt der Bürgermeister wissen.
Großzügige Glasfenster lassen viel Tageslicht in die Mensa, die als Multifunktionsraum auch für Veranstaltungen nach Schulschluss genutzt werden kann. Ein dahinter angeschlossener Toilettenbereich ist so angelegt, dass der Schultrakt bei öffentlichen Veranstaltungen nicht betreten werden muss. Ebenfalls dahinter befindet sich ein Hausmeisterbüro und ein weiteres Glanzlicht am Campus Kleinburgwedel: Die neue Bücherei als Gebäudeteil parallel zum Moorweg.
Nachdem sich der Baustart im Januar 2020 verzögert hat, gehen die Bauarbeiten nun in großen Schritten voran. Der Neubautrakt soll in den Herbstferien fertig werden, nach den Ferien starten die Arbeiten am Campus. Die dann noch ausstehenden Maßnahmen im Bestandsumbau sollen in den Osterferien 2022 abgeschlossen sein. Die Kosten für den Neubau sind mit 3,5 Millionen Euro angesetzt, die Kosten für die Bestandssanierung betragen 460.000 Euro. Die Summe könnte jedoch wegen der Steigerung der Baukosten höher ausfallen, als die in 2017 erstellte Schätzung.