Einladung der Burgwedeler SPD zur Neujahrsbegegnung

Er habe noch nicht einen Tag bereut, Burgwedels Bürgermeister zu sein, erklärte Axel Düker (links stehend) bei der Neujahrsbegegnung der SPD. (Foto: Renate Tiffe)

Bürgermeister Düker rühmt die Bürgergesellschaft der Stadt

GROSSBURGWEDEL (ti). Neujahrsempfänge hier und da. Der Ortsverein der Burgwedeler SPD hatte zur Neujahrsbegegnung eingeladen. Und der Vorsitzende Joachim Rödiger konnte etwa 50 Gäste im Restaurant Marktkieker begrüßen - außer Parteimitgliedern und -freunden auch die Vertretungen von örtlichen Vereinen und Verbänden.
Den Blick auf die Bundes- und die Landespolitik richteten die parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks und der Landtagsabgeordnete Marco Brunotte.
„Miteinander statt gegeneinander“ gab Caren Marks als Motto für das Jahr 2015 aus. Eine Absage erteilte sie jedoch vorschnellen Initiativen und Gesetzesänderungen wie der Vorratsdatenspeicherung zur Terrorabwehr. Stolz zeigte sie sich auf das Miteinander der Bürger gegen die Demonstrationen von Pegida, auch in der Region. Dem Landtagsabgeordneten waren die Themen Krankenhaus- und Schulpolitik vorgegeben. Brunotte versprach eine seriöse Handhabung bei der Investitionskostenförderung des Landes für die Krankenhäuser. Bezüglich einer IGS in Burgwedel sagte er, dass es fatal wäre, wenn bei dem Umfeld hier nicht schon bald eine Einschulung stattfinden könne. Bei der Schulgesetznovelle der Landesregierung hoffe er auf einen erfolgreichen Abschluss.
Ein Bericht aus der Region Hannover fehlte bei der Veranstaltung, obwohl doch die wichtigen Burgwedeler Themen gerade da angesiedelt sind. Außerdem fließt dorthin ein großer Teil der Einnahmen der Stadt.
Auf die Stadt kommen in nächster Zeit gewaltige Aufgaben zu, führte Axel Düker aus. Als Tagesaufgabe habe er als erstes immer die Asylangelegenheiten im Blick. Es folgten die Akten zur Krankenhaus-Frage. Er lasse keine Gelegenheit aus, für den Standort Burgwedel zu werben. Als Verkäufer verkaufe er nun seine Stadt, bekannte der Bürgermeister unter dem Beifall der Gäste.
Regelmäßig getan werden müsse etwas für die Infrastruktur, bei der Kanalisation und der Straßensanierung, erklärte Düker weiter. Geld müsse auch in die Gebäude gesteckt werden, am Gymnasiums und bei den Feuerwehrhäusern. Er hatte vorgeschlagen, die Gewerbesteuer zu erhöhen weil viel Geld gebraucht werde. Darüber habe jedoch die Politik zu entscheiden.
Auf dem Papier könne leicht Geld eingespart werden, meinte Düker und bezog sich auf die Änderungsvorschläge der CDU-Mehrheitsfraktion im Finanzaussschuss, die eine Steuererhöhung abgelehnt hatte. Das werde Konsequenzen haben. Er hoffe auf entsprechende Gespräche.
Demnächst sei sein erstes Amtsjahr herum (am 16. Februar). Er habe noch nicht einen Tag bereut, Burgwedels Bürgermeister zu sein, sagte Düker. Es gehe Burgwedel sehr, sehr gut, weil es eine funktionierende Bürgergesellschaft gebe, auch über vermeintliche Parteibücher hinweg, hatte er eingangs betont.
An seiner Seite stehen zudem ein tolles Team, eine tolle Verwaltung und ein toller Rat. Alle tragen die Aufgaben gemeinsam, obwohl er keine eigene Ratsmehrheit habe – was sich ja vielleicht ändere, wenn alle ihn unterstützen, resümierte er.
Mit den Gesprächen konnte gleich begonnen werden. Ein anregender Nachmittag bei Kaffee und Kuchen schloss sich an.