Eine-Welt-Basar im Gemeindehaus von St. Petri

Rund 3.500 Euro für den guten Zweck erwirtschaftete der Eine-Welt-Basar im St. Petri-Gemeindehaus. (Foto: Renate Tiffe)

Guter Erlös mit fair-gehandelten Produkten

GROSSBURGWEDEL (ti). Wieder einmal hatte sich der große Saal im St. Petri-Gemeindehaus in einen Basar verwandelt, einen Basar, in dem in der Dritten Welt hergestellte Produkte zu bestaunen und zu kaufen waren. Und wie in jedem Jahr fanden sich genug Besucher und Abnehmer ein. Der Erlös von insgesamt 3500 Euro kann sich jedenfalls sehen lassen.
Bekannt ist der Eine-Welt-Laden, der im rückwärtigen Teil vom Haus der Diakonie Unterschlupf gefunden hat und ein Stammpublikum mit – vor allem – Lebensmitteln aus der Dritten versorgt, das sich meist nach dem Kirchgang dort einfindet. Einmal im Jahr, am Wochenende des zweiten Advents, treten die ehrenamtlichen Betreiber des kleinen Ladens aber sozusagen ins Rampenlicht einer größeren Öffentlichkeit und breiten ihre Waren im Gemeindehaus der Kirche aus.
Dann wird auch viel von der „Gepa“ dazugekauft, einer verlässlichen Handelsorganisation, die die Waren bei den Erzeugern in den armen Ländern aufkauft und ihnen ein faires Entgelt dafür zahlt. Zu dem ins rechte Licht gesetzte übliche Angebot von Kaffee, Tees, Weinen, von Schokolade, Reis und Honig kommt dann vieles Schönes und Brauchbares zu annehmbaren Preisen hinzu, was sonst nicht zu haben ist.
Im textilen Bereich sind das Strickpullover und Jacken, auch in Patchwork, „Schals und Tücher ohne Ende“, wie eine der Ehrenamtlichen sagte - alles in den schönen gedämpften Farben und Mustern. Auch Taschen, Schmuck, Glas und Spielsachen aus Holz waren in großer Auswahl da.
Es kommt schon einmal vor, dass ein besonders fein gearbeitetes Stück wie ein Alpaka-Pullover seinen Preis von mehr als 100 Euro fordert. Auch für eine Gelegenheit zum Verweilen und zum gemütlichen Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Kuchen ist im Gemeindesaal noch Platz.
Interessant ist die Frage, wie sich das Nebeneinander von Eine-Welt-Laden und dem neuer eröffneten Geschäft „Edelmut“ in Großburgwedels Einkaufsstraße gestaltet. „Wir verfolgen beide einen guten Zweck“, sagt dazu Heidrun Schümer. „Edelmut“ wollte sie gerne mit ins Boot nehmen, eine Offerte, dem die „Eine-Welt“-Leute jedoch widerstanden haben. „Wir wollten unsere Eigenständigkeit behalten“ und es habe sich nun ein gutes Miteinander entwickelt, in dem man sich gegenseitig auch einmal aushilft.
Ein gutes Miteinander für Burgwedel, in dem es nicht nur um den oberflächlichen Konsum geht.