Eine „Demokratie-Quiz“ gegen Feinde der Demokratie

Gegen Extremismus – die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10LF2 des Burgwedeler Gymnasiums setzten sich an Hand der Schaubilder mit dem Thema auseinander. (Foto: Renate Tiffe)

Extremismus-Ausstellung und die Burgwedeler Schulen

GROSSBURGWEDEL (ti). Vom 8. bis zum 22. September ist im Rathaus die Wanderausstellung des Niedersächsischen Verfassungsschutzes „Demokratie schützen vor Rechts- und Linksextremismus“ zu sehen. Dank der umfassenden Vorarbeit des örtlichen Präventionsrates ist die Besichtigung für die weitaus meisten Jugendlichen in der Stadt ein „Muss“. Schüler fast aller Burgwedeler Schulen von der achten Klasse ab hatten – oder haben noch - Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.
Besichtigungen sind nur mit Führung möglich. Lediglich die vielen Schautafeln zu erläutern genügt allerdings nicht. Die Schüler zu erreichen, darauf kommt es den Ausstellungsmachern an, d. h. die Vorgehensweise ist je nach Alter und Schulform unterschiedlich. Zugrunde liegt ein Fragen-Katalog, der zu beantworten ist. Für die unteren Jahrgänge sind in einem „Demokratie-Quiz“ die Themenbereiche zusammengefasst, die von den Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen  erarbeitet werden sollen. In den oberen Klassen werden Arbeitsgruppen gebildet, deren Sprecher dann berichten – so wie in der 10 LF2 des Gymnasiums am Mittwoch. Vertiefende Fragen der Verfassungsschutz-Mitarbeiter, Bemerkungen und Erläuterungen des begleitenden Fachlehrers machen die Führung lebendig. Was sind die typischen Merkmale rechtsextremistischer Ideologien? Warum sind bestimmte Symbole und Logos bei uns verboten? Was unterscheidet die Mitgliedschaft in Vereinen von der in den Kameradschaften? Warum sind nur verhältnismäßig wenig Frauen (etwa 10 Prozent) unter den Skinheads zu finden?
Vor der Gymnasial-Klasse besuchten an diesem Tag die Pestalozzischule und das Pestalozzi-Seminar die Schau. Insgesamt vier Führungen an acht Tagen gibt es in Burgwedel, der 46. Station der Ausstellung – mehr als normalerweise, weil die Nachfrage hier größer war. Das spricht für die Aktivität und die gute Zusammenarbeit im Präventionsrat, den die Gleichstellungsbeauftragte Monika Franke in Doppelfunktion leitet. Alle Burgwedeler Schulen gehören diesem Gremium an. Leider hatte die Albert-Schweitzer-Förderschule eine Teilnahme mit der Begründung abgesagt, dass keine entsprechende Vorbereitung möglich gewesen war. Von den Pestalozzi-Schülern wurde dagegen berichtet, dass sie mit großer Aufmerksamkeit dabei waren.
Das Interesse aus der übrigen Bevölkerung war nicht so  groß wie erwartet. Etwas enttäuschend fand Monika Franke, dass auch die Resonanz aus den Vereinen – bis auf die Freiwillige Feuerwehr – ausgeblieben ist. Sie waren vollzählig von ihr angeschrieben worden.