Eine 1:1-Betreuung und jede Menge Einfühlungsvermögen

Hebamme Irmgard Kilian (vorne rechts) und die leitende Hebamme Karin Heine (hinten rechts) zeigten den werdenden Eltern Anna Lindenau und Jan Engelshausen den Kreißsaal. (Foto: Sina Balkau)

Am Tag der offenen Tür lernten werdende Eltern die Geburtsklinik kennen

GROSSBURGWEDEL (sib). Die familiäre Atmosphäre ist die große Stärke der Geburtsklinik des Klinikums Großburgwedel. Davon konnten sich werdende Eltern am Tag der offenen Tür selbst ein Bild machen: Führungen durch Kreißsaal, Kinderzimmer und Station sowie Gespräche mit Hebammen, Krankenschwestern und Ärzten sollten den Frauen die Angst vor der Geburt nehmen.
„Wir alle hier haben eine Menge Geduld und Geduld ist der beste Geburtshelfer“, beruhigte die leitende Hebamme Karin Heine eine Schwangere, die in wenigen Wochen ihr erstes Kind zur Welt bringen wird. Insgesamt nutzten etwa 150 werdende Mütter und Väter den Tag der offenen Tür, um sich über die Arbeit der Geburtsklinik am Klinikum Großburgwedel zu informieren und das Personal ohne medizinische Notwendigkeit kennen zu lernen. „Wir wollen den Patientinnen auf diese Weise dabei helfen, Ängste abzubauen“, erklärte Karin Heine.
Der Großteil der acht Hebammen, acht Kinderkrankenschwestern und zwölf Krankenschwestern, die in der Frauenklinik arbeiten, waren an diesem Tag anwesend und boten informative Führungen durch Kreißsaal, Kinderzimmer und Station an. Dabei erhielten die Frauen und ihre Partner einen Eindruck von der familiären Atmosphäre, die in der Abteilung herrscht. „Wir bieten eine 1:1-Betreuung. Jede Hebamme ist pro Tag mit höchstens ein bis zwei Geburten beschäftigt, dadurch kann eine enge Beziehung entstehen. Viele Frauen kommen sogar einige Zeit nach der Geburt vorbei und zeigen uns, wie sich ihre Kinder entwickelt haben“, sagte die leitende Hebamme stolz.
Die Schmerzen während der Geburt sind ein großes Thema bei den werdenden Müttern. „Da gibt es sehr viele Möglichkeiten, von der Aromatheraphie oder Homöopathie über ein entspannendes Bad bis hin zur PDA. Wir stellen uns da sehr auf die Frauen ein“, erzählte Hebamme Irmgard Kilian den Besucherinnen. Geburtsvorbereitende Akkupunktur ist ein zusätzliches Angebot der Geburtsklinik.
Auch Chefarzt Dr. Karl-Heinz Noeding war präsent und stand jederzeit für Fragen zur Verfügung. Gerne zeigte er persönlich die beiden von Grund auf renovierten Stationen oder klärte über die aktuellen Geburtsstatistiken auf. „Mit ein bisschen Glück kommen wir 2010 auf rund 550 Geburten, das entspricht einer Steigerung von etwa 30 Geburten“, verriet Noeding. Baby 399 ist jedenfalls schon einmal da: Während des Tages der offenen Tür kam es in dem einzigen Kreißsaal, der nicht besichtigt werden konnte, zur Welt.
Neben den vielen Informationen konnten die Schwangeren noch etwas anderes, ganz Besonderes, mit nach Hause nehmen: Hebammenschülerin Daniela Micheel fertigte Gipsabdrücke von den Babybäuchen, die anschließend bemalt werden konnten. Des Weiteren bot die Klinik Kinder- und Babybauchschminken, ein Puppentheater für die zukünftigen Geschwisterkinder sowie ein Kuchenbuffet an.